Felder im Raum Hannover von oben, Trockenheit
Anne-Maria Revermann | am

Landwirtschaft in Niedersachsen leidet unter Trockenheit

Landwirte in Niedersachsen hoffen weiter auf Regen. Die leichten Schauer der vergangenen Tage brachten keine Besserung.

Unter der anhaltenden Trockenheit leiden weite Teile der Landwirtschaft in Niedersachsen. Die leichten Schauer vom vergangenen Wochenende brachten kaum Besserung, teilte der Landesbauernverband mit.

Regen sei im Moment dringend nötig, damit der Dünger in den Boden zu den Pflanzen gelangen könne. Wichtig sei dies für den Mais, aber auch für Gerste, Raps und Weizen. Auch für das Grünland mangele es an Niederschlag.

Futternotstand in der Wesermarsch und Ostfriesland

Während im südlichen Niedersachsen der erste Schnitt auf den Wiesen relativ gut ausfiel, sei die Versorgung mit Grünfutter für die Milchviehbetriebe in der Wesermarsch und in Ostfriesland auch aufgrund der extremen Mäuse- und Schädlingsplage dramatisch, erklärte der Bauernverband.

"Die Landwirte stehen vor braunen, kahlen Flächen und konnten keinen ersten Schnitt ernten", so Verbandsexperte Karl-Friedrich Meyer. "Es herrscht großer Futternotstand, die Betriebe müssen große Mengen an Futter zukaufen."

Emsland und Grafschaft besonders betroffen

Verbreitet seien bereits 120 bis 150 Millimeter Regen zu wenig gefallen. Damit sei die Situation nur wenig besser als im Anlauf zum Dürresommer 2018. Das Emsland und die Grafschaft Bentheim seien in diesem Jahr vom Wassermangel besonders stark betroffen.

Insgesamt werde daher der Bedarf an künstlicher Beregnung bei anhaltender Trockenheit vor allem bei Wintergetreide, Raps und Sommerbraugerste zunehmen. Dies stellt die Landwirte absehbar vor Probleme, da die Menge an Wasser, die sie zur künstlichen Beregnung verwenden dürfen, kontingentiert ist.

Wasserkontingent verknappt sich

Von ihrem für mehrere Jahre vorgesehenen Wasserkontingent haben viele Bauern in den vergangenen beiden trockenen Sommern bereits überdurchschnittlich viel verbraucht.

Das Umweltministerium hatte Landwirten im vergangenen Jahr zwar erlaubt, bereits Wassermengen künftiger Kontingente zu verbrauchen, es hatte der Landwirtschaft aber grundsätzlich nicht mehr Wasser als bisher zugestanden.

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