Weizenfeld wird mit Mähdrescher geerntet
Anne-Maria Revermann | am

Landwirtschaft in Zahlen: Das wächst auf unseren Feldern

Auf den Punkt gebracht: Neue Infografiken geben Rückschlüsse auf die hiesige Landwirtschaft und die Entwicklung der Erzeuger- und Lebensmittelpreise.

Wie viele Tiere werden pro Jahr geschlachtet?

Zahlen und Statistiken rund um die Landwirtschaft klar und anschaulich: Die neuen Infografiken des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) machen komplexe Sachverhalte auf einen Blick erkennbar. Die Daten sind so aufbereitet, dass sich einfach Rückschlüsse daraus ziehen lassen. 

Laut Erhebungen werden zum Beispiel über 703 Millionen Tiere 2019 in deutschen Geflügelschlachtereien geschlachtet. Das waren rund drei Prozent mehr als noch 2010.

Im gleichen Zeitraum fiel die Zahl der gewerblich und hausgeschlachteten Schweine und Rinder jeweils auf einen neuen Tiefstwert. Mit aktuell gut 55 Millionen Schweinen und 3,4 Millionen Rindern gingen die Schlachtungen gegenüber 2010 um etwa sechs Prozent bei Schweinen sowie zehn Prozent bei Rindern zurück.

Wie haben sich die Lebensmittelpreise entwickelt?

Steigen durch die Corona-Krise die Lebensmittelpreise? Mit Blick auf die Teuerungsrate zeigt sich, dass vor allem Obst, Fleisch und Gemüse gegenüber dem Vorjahr erheblich teurer geworden sind und der Preisanstieg im April besonders deutlich ausfiel. Für Obst etwa mussten Verbraucher im April 2020 etwa 11 Prozent mehr zahlen als noch im April 2019.

Gründe hierfür: In Deutschland und auch in den Ländern, aus denen wir Lebensmittel importieren, konnte aufgrund von Quarantänemaßnahmen und fehlenden Saisonarbeitskräften weniger produziert werden. Hinzu kamen Einschränkungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr.

Wie viel wird pro Hektar geerntet?

Die Erntemenge pro Hektar fällt in Deutschland sehr unterschiedlich aus. Bei Gemüse lassen sich etwa mit Möhren beinahe zehnmal so hohe Hektarerträge erzielen wie mit Spargel.

Im Obstbau liegen sie bei Äpfeln fast fünfmal so hoch wie bei Kirschen. Diese Werte sind von Jahr zu Jahr aber starken Schwankungen unterworfen.

Ein Beispiel: 2018 lagen die Hektarerträge von Kartoffeln und Äpfeln etwa auf demselben Niveau. Bei Äpfeln bedeutete das gegenüber dem Vorjahr eine Verdopplung, bei Kartoffeln hingegen einen Rückgang um knapp ein Viertel.

Was wächst auf unseren Feldern?

Etwa drei Viertel des Ackerlands werden in Deutschland für den Anbau der sechs wichtigsten Kulturpflanzen genutzt. Hauptanbaukultur ist Weizen, der auf etwa einem Viertel des Ackerlandes wächst. Bei Raps war 2019 ein deutlicher Rückgang der Anbaufläche zu verzeichnen. Sie sank gegenüber 2018 um 30 Prozent.

Wie viel bekommt der Landwirt für seine Milch?

2019 erhielten Milchbauern im Schnitt 33,7 Cent pro Kilogramm konventionell erzeugter Milch von deutschen Molkereien. Dabei entspricht 1 Liter Milch 1,02 bzw. 1,03 Kilogramm. Für Biomilch gab es gut 40 Prozent mehr (47,6 Cent).

Bio-Milchviehhalter erhielten damit gut einen halben Cent weniger, konventionelle Betriebe knapp einen Cent mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Gegenüber 2018 war sowohl für konventionell erzeugte Milch (-2 Prozent) als auch für Biomilch (-1,5 Prozent) ein Preisrückgang zu verzeichnen.

Die übersichtlichen Grafiken und viele weitere Informationen, bekommen Sie hier.

Mit Material von BZL

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