Ernte-Getreide-Maehdrescher
Christel Grommel | am

Landwirtschaftsministerium bestätigt Ernteprognose des DRV

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) gibt an, dass die vom Landwirtschaftsministerium vorgestellten Zahlen zur Getreide- und Rapsernte die Prognose des Verbands bestätigen. Sorge besteht in Bezug auf die Qualität.

"Die Versorgung ist gesichert", stellt DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler fest. 

Die Prognose des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für den Raps liegt mit 3,5 Millionen Tonnen nur minimal über dem Ergebnis des DRV in Höhe von 3,4 Millionen Tonnen. Bei der Getreideernte geht das BMEL mit 42,9 Millionen Tonnen von der exakt gleichen Menge wie der DRV aus.

Der Verband sorgt sich jedoch um die Zukunft des Qualitätsweizenanbaus in Deutschland. Dieses Jahr seien die Qualitäten der Getreideernte durchschnittlich bis gut ausgefallen. In den Vorjahren hätten die Ernten jedoch große Heterogenitäten aufgewiesen. Beim Weizen zeigten sich zudem tendenziell niedrigere Proteingehalte als 2019.

Der genossenschaftliche Getreidehandel blicke mit Sorge in die Zukunft, auch in Bezug darauf, dass die Gehalte als Folge der unlängst verschärften Düngeverordnung weiter sinken könnten. Dies würde den Qualitätsweizenanbau in Deutschland zusätzlich erschweren und die Chancen insbesondere auf dem Exportmarkt verringern.

Der DRV sei der Ansicht, dass im Düngerecht statt pauschaler Verbote verstärkt auf Effizienzsteigerungen durch den Einsatz modernster Technik wie zum Beispiel N-Sensoren gesetzt werden müsse. So ließe sich nach Ansicht des Verbandes ein Kompromiss zwischen den Anforderungen an den Grundwasserschutz und dem Interesse der Landwirte, auf dem Gunststandort Deutschland Qualitätsweizen zu erzeugen, erzielen.

Mit Material von DRV

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