Maisfeld

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Janina Schuster | am

Mais in Deutschland entwickelt sich unterschiedlich

Bundesweit entwickeln sich die Maisbestände eher unterschiedlich. Das teilte das Deutsche Maiskomitee im Rahmen seiner Umfrage unter Anbauberatern und Vertretern von Länderdienststellen mit.

Das Deutsche Maiskomitee (DMK) berichtete vergangenen Mittwoch (28.Juli), dass die Maisbestände nach Angaben von Dr. Hubert Heilmann (Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern) in großen Teilen ausgeglichen und gut entwickelt seien. Um die kritische Zeit der Blüte zu überstehen seien jedoch vielerorts erneute Niederschläge erforderlich. Erste Symptome von Wasserknappheit zeigten sich auf sandigen, leichten Flächen. Dr. Gert Barthelmes vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Teltow stellte fest, dass die Pflanzen kaum noch Entwicklungsrückstände hätten.

Hochwasser wirkt sich auf Zahlen aus

Ganz anders die Situation in Baden-Württemberg. Dort würden die Bestände in der Entwicklung etwa zwei Wochen hinter den Vorjahren zurückliegen, so Fachmann Dr. Hubert Sprich von der ZG Raiffeisen eG. Dazu hätten auch Bodenschädlinge wie der Drahtwurm und Vögel beigetragen. Im Zuge der Hochwasserkatastrophe im Süden und Westen des Landes, wurden Maisfelder regional überschwemmt. So auch am Hochrhein vom Bodensee bis nach Basel. Im Grenzgebiet zu Frankreich konnte Volker Heitz vom Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg von gut entwickelten Beständen berichten. Es sei jedoch mit einer späteren Ernte zu rechnen.

Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilte, waren die Bestände zuletzt eher unterschiedlich entwickeln. So stellte Karl-Gerd Harms von der LWK eine zunehmende Varianz von Süd nach Nord fest. Insbesondere Pflanzen die bis zum 20. April gesät wurden hätten es "einigermaßen gut geschafft". Später gedrillte Saaten hätten jedoch mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Später gelegte Bestände stünden deutlich besser dar, doch fehle es ihnen an der Entwicklungsphase unter Kurztagsbedingungen, so der Fachmann.

Saatmais wird in Baden-Württemberg produziert

Laut DMK wurden mit Blick auf die Saatmaisvermehrung 2021 3.962 Hektar beim Bundessortenamt zur Feldbesichtigung angemeldet. Die Marke von 4.000 Hektar verfehlte es somit nach den Jahren 2016 bis 2018 erneut. Die Vermehrungsfläche für Mais wurde in Baden-Württemberg verringert und in Bayern erhöht. Klimabedingt wird Saatmais vorrangig am Oberrhein erzeugt. Das Angebot an inländischem Saatmais deckt jedoch nur einen kleinen Teil des Bedarfs. Somit werden etwa 80 Prozent des hierzulande benötigten Saatmais importiert, so das Maiskomitee.

Mit Material von AgE
Saatkrähe steht rufend auf einem Erdhügel

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