Weizenfeld nach der Unkrautbekämpfung

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Christel Grommel | am

Moderner Pflanzenschutz bietet vielfältige Möglichkeiten

Ein warmer Winter und regional zu hohe Temperaturen lassen bei den Landwirten Befürchtungen bezüglich der Schädlinge aufkommen. Diese könnten früher und in größerer Zahl auftreten. Um diese umweltschonend zu bekämpfen, sind moderne Konzepte zum Pflanzenschutz gefragt.

Schädlinge wie der Kohltriebrüssler oder der Rapsstängelrüssler erwachen früher aus dem Winterschlaf oder haben sich dank der milden Temperaturen stark vermehrt. Die Anwendungsverbote bestimmter Pflanzenschutzmittel beschleunigen moderne Pflanzenschutzkonzepte.

Diese setzen auf minimale Aufwandmengen, digitale Ausbringungstechniken und integrierten Pflanzenschutz. Damit sollen laut Landvolk-Pressedienst Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten umweltschonend angegangen werden. 

Nachhaltige Pflanzenschutzkonzepte

Zu den nachhaltigen Konzepten zählt der integrierte Pflanzenschutz. Dieser beinhaltet biologische, biotechnische, physikalische, kulturtechnische und erst zuletzt chemische Verfahren.

"Mit einer richtigen Bodenbearbeitung oder der Wahl einer resistenten und örtlich angepassten Pflanzensorte legen Landwirte den Grundstock für nachhaltige Pflanzenschutzkonzepte“, erläutert Vorsitzender Meyer des Ausschusses Pflanze im Landvolk Niedersachsen.

Der integrierte Pflanzenschutz ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und muss nach guter fachlicher Praxis ausgeführt werden. 

Das bedeutet laut Meyer konkret: "Die gute fachliche Praxis regelt, dass bei allen Handlungen die Grundsätze für den Pflanzenschutz, die im Pflanzenschutzgesetz festgelegt sind, eingehalten werden. Landwirtschaftlich genutzte Flächen werden so immer zeitgemäß bewirtschaftet, denn nur zugelassene Mittel dürfen angewendet werden. Landwirte müssen eine qualifizierte Ausbildung vorweisen sowie alle Maßnahmen dokumentieren."

Biologische Verfahren im Pflanzenschutz

Unterstützung erfährt die Landwirtschaft von Instituten. Das Julius-Kühn-Institut als Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen hilft den Bundesländern und Verbänden dabei, die allgemeinen Grundprinzipien des Integrierten Pflanzenschutzes weiterzuentwickeln. 

In Darmstadt bearbeitet das Institut für Biologischen Pflanzenschutz das Spektrum des biologischen und biotechnologischen Pflanzenschutzes. Das Institut entwickelt Verfahren, die natürliche Gegenspieler von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten einsetzen. Das sind unter anderem Viren, Bakterien, Pilze, Milben, Fadenwürmer oder Insekten, die Schaderreger bekämpfen oder die Abwehrkräfte gegen den Erreger stärken. 

Nützlinge können gegen schädliche Insekten eingesetzt werden - Ohrenkneifer, Marienkäfer, Schlupfwespenarten oder Spinnentiere gehören dazu. 

Biologische Pflanzenschutzmittel sind besonders im Ökolandbau oder im Obst- und Gemüseanbau wichtig. Bis sie den chemischen Pflanzenschutz ersetzen können, ist jedoch noch viel Forschungsaufwand notwendig. 

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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