Nordzucker Werksgelände Luftbild
Christel Grommel | am

Nordzucker stellt Bilanz vor

Nach dem Einstieg in das Rohrzuckergeschäft blickt Nordzucker auf das vergangene Geschäftsjahr zurück.

Im Vorjahr musste Nordzucker einen Millionenverlust vermelden. Auch für diese Bilanz wurde mit einem negativen Ergebnis gerechnet.

Dies bestätigte sich: Zum zweiten Mal in Folge wurde ein Millionenverlust verbucht. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 (Stichtag 29.2.) wurde mit einem Minus von 15 Millionen Euro abgeschlossen. Man hatte jedoch zuvor mit einem noch schlechteren Ergebnis gerechnet. Eine Dividende soll es 2002 nicht geben. Da das Geschäftsjahr im Februar endet, sind die Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht in der aktuellen Bilanz sichtbar. 

Der Einstieg in das Zuckerrohrgeschäft machte sich bezahlt. Die im Juli 2019 abgeschlossene Übernahme von 70 Prozent der Anteile am australischen Produzenten Mackay Sugar Limited (MSL) brachte einen positiven Beitrag und verschaffte dem Konzern neben dem stabilen australischen Zuckermarkt auch Zugang zum weltweit größten Wachstumsmarkt in Südostasien. Ohne die MSL-Übernahme wäre der Umsatz gesunken. Mit dem Einstieg wurde ein Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielt. 

Der Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig kämpft seit längerem mit dem Preisverfall auf dem Weltmarkt. Dieser drückte das Unternehmen in die roten Zahlen. Ein Sparkurs mit betriebsbedingten Kündigungen war eine der Folgen. Für 2018/2019 hatte der Konzern einen Verlust von 36 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz war um 18 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro eingebrochen.

Trotz der Corona-Krise erscheint dem Vorstand für 2020/21 wieder ein positives Ergebnis möglich. "Diese Zuversicht haben wir", sagte Konzernchef Lars Gorissen. Als Grund nannte er, dass sich die Zuckerpreise zuletzt erholt hätten. Die Nachfrage sei aufgrund der Corona-Krise im März nach oben geschnellt. Nach einem coronabedingten Rückgang wird bei Nordzucker daher damit gerechnet, dass der Zuckerverbrauch weltweit weiter wächst. In der Krise hätten sich die Vorteile der regionalen Erzeugung deutlich bemerkbar gemacht, berichtete Gorissen.

Mit Material von dpa

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