Der milde Winter hat regional höheren Pilzbefall zur Folge

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Werner Raupert | am

Pilzbekämpfung: Am Infektionsgeschehen ausrichten

Während in Winterroggen und -triticale Blattkrankheiten noch sicher zu bekämpfen sind, werden in Wintergerste Lücken sichtbar.

Nach zwei Jahren mit schwachem Befallsdruck deutet sich in Wintergerste ein höherer Ausgangsbefall mit Zwergrost, Netzflecken und Mehltau an. Es gilt jetzt, aufzupassen und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen.

Zur Einordnung des Befallsgeschehens ist erst die Witterung ab dem Beginn des Schossens maßgeblich für den ertragsrelevanten Befallsdruck in Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale. Deshalb ist ab diesem Termin regelmäßige zu kontrollieren. Nur so ist ein gezielter und wirtschaftlich sinnvoller Fungizideinsatz möglich.

Während in Winterroggen und Wintertriticale die Erreger von Blattkrankheiten wie Gelbrost, Braunrost oder Rhynchosporium noch sicher zu bekämpfen sind, werden in Wintergerste deutliche Lücken bei der Kontrolle von Netzflecken und Ramularia sichtbar.

Wirksame Fungizidwirkstoffe gegen Ramularia in Wintergerste, wie die chlortalonilhaltigen Präparatkombinationen Amistar Opti und Zakeo Opti sind letztmalig bis 20. Mai 2020 einsetzbar. Versuchsergebnisse deuten darauf hin, dass der Wirkstoff Mefentrifluconazol im Revystar/Revytrex eine zumindest vergleichbare Wirkung wie Prothioconazol gegen Ramularia besitzt.

Neuzulassungen

Revystar: Enthält den Wirkstoff Mefentrifluconazol mit 100 g/l und wird im Pack mit Flexity vermarktet. Die maximale Aufwandmenge von Revystar beträgt 1,5 l. Der Gewässerabstand ist bei 75 % Abdriftminderung auf 1 m zur Böschungsoberkante begrenzt. Revystar ist in Winterweizen, Wintergerste und Triticale zugelassen. Herausstechend war in bisherigen Versuchen die Wirkung gegen Septoria tritici in Winterweizen.

Revytrex: Als zweites Revysol-haltiges Präparat wurde Revytrex zugelassen, das zusätzlich den Carboxamidwirkstoff Xemium (bekannt aus dem Adexar) enthält. Die Zulassung besteht für die Kulturen Gerste, Weizen, Triticale und Roggen. Das Produkt hat einen günstigen Gewässerabstand von 1 m ab 75 % Abdriftminderung. Die maximale Aufwandmenge beträgt 1,5 l/ha in Winterweizen und Wintergerste sowie 1,125 l/ha in Triticale und Roggen. Vor allem die Langzeitwirkung gegen Rostarten wird durch den Carboxamid-Anteil entscheidend verbessert. Revytrex wird im Pack mit Comet vermarktet.

Input triple steht zur Saison 2020 als weiteres Azolfungizid zur Verfügung. Es beinhaltet die Mehltauwirkstoffe Spiroxamine und Proquinazid sowie Prothioconazol. Im Vergleich zum Input Classic ist der Prothioconazolgehalt gleich, der Spiroxaminegehalt wurde jedoch reduziert, sodass ein Gewässerabstand von 1 m bei 90 % Abdriftminderung zugelassen wurde.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 13/2020

Mit Material von Dr. Joachim Wendt, Dirk Mußmann, LWK Niedersachsen, Bezirksstelle Nienburg

Auswahl zugelassener Fungizide in Wintergerste, Winterroggen und Triticale

Fungizide-Getreide

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