Blühender Raps
Werner Raupert | am

Ratgeber: Rapsdüngung

Winterraps hat zurzeit keinen leichten Stand. Die Erträge sind aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen oft nicht so hoch ausgefallen wie erhofft. Wir geben Tipps zur Rapsdüngung.

Die milde Witterung im Herbst 2019 hat zu einer kräftigen Vorwinterentwicklung geführt. Bei den aktuellen Temperaturen wachsen die Rapsbestände stetig weiter und beginnen teilweise bereits zu schossen. Entsprechend benötigt er schon bald ausreichend Nährstoffe.

 

Das sollten Sie beachten

Individuelle Düngebedarfsermittlung
Der Ausganspunkt für die Stickstoffdüngung ist die individuelle Düngebedarfsermittlung. Der kulturspezifische Düngebedarfswert liegt bei 200 kg N/ha bei einem Ertrag von 40 dt/ha.  Abweichungen vom dreijährigen Durchschnittsertrag (2017 bis 2019) müssen mit Zu- bzw. Abschlägen berücksichtigt werden.

 

Obergrenze für Düngung
Der so errechnete Düngebedarf ist die maximale Obergrenze der Stickstoffdüngung. Diese darf nicht überschritten werden.  Die Düngebedarfsermittlungen können Sie bereits jetzt in das Programm ENNI eingeben und im nächsten Jahr melden.

 

Richtige Verteilung des Düngers
Die Andüngungshöhe ist eine gute Stellschraube für Landwirte. Sie sollte an die Entwicklung des Bestands angepasst werden. Bei schlecht entwickelten Rapsbeständen sollte die Startdüngung erhöht werden, steht der Raps üppig, kann die erste Gabe reduziert werden.

Nachlieferung einbeziehen

Düngefenster anlegen
Aufgrund aktueller Vorgaben zur Düngung und nicht vorhersagbarer Nachlieferung kann es sich lohnen, ein Düngefenster zur Kontrolle anzulegen, in dem die Düngung um 30 kg N/ha reduziert wird.

Die Nachlieferung im Boden ist im Winterraps geringer als im Weizen oder Sommerungen, daher sollte der Düngebedarf im Raps nach Möglichkeit voll ausgeschöpft werden (bei gut entwickeltem Raps kann über Reduktion nachgedacht werden).

Erste und zweite N-Gabe
Die erste N-Gabe zu Raps kann ab Mitte Februar erfolgen, bei Kälteeinbruch kann diese nach hinten geschoben werden.

Die zweite Gabe sollte je nach Witterung Mitte bis Ende März abgeschlossen sein, damit ausreichend Zeit zur Aufnahme der Nährstoffe bleibt und diese den Pflanzen in der Schossphase zur Verfügung stehen.

 

Mehr Informationen zur Rapsdüngung erhalten Sie in der LAND & FORST-Ausgabe 07/2020.

Mit Material von LWK Niedersachsen

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