Gut sortiert ist halb verteilt: Damit kein Einsender sein eigenes Saatgut zurückerhält,haben die Stadtgärtner das Saatgut gut einsortiert.
Renate Bergmann | am

Mit dem Saatgutzirkel zu alten Sorten

Wer sich mit Sämereien für Garten oder Balkon eindecken will, findet im Frühjahr mittlerweile selbst in Discountern Tütchen mit Samen für Salat, Möhren, Ringel – und Kornblumen. Die Suche nach alten Sorten gestaltet sich da meist etwas schwieriger.

Genau für diesen Fall will das Nordhorner Unternehmen „Stadtgärtner“ Abhilfe schaffen: „Wir haben in unserer Freizeit häufiger Tauschbörsen für Sämereien besucht, die man vor allem in größeren Städten findet“, erzählt Lotta Repenning, bei den Stadtgärtnern zuständig für Pressearbeit und Marketing. Auf dem Land fehlen solche Möglichkeiten häufig und hier setzt dann auch die Idee der Stadtgärtner an.

Das Büro in Lübeck dient kurzerhand als Tauschbörse, an die Interessierte ihr eigenes Saatgut versenden können. „Pro Sendung sollten immer drei verschiedene Sorten enthalten mit je mindestens fünf Samenkörnern sein. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Gemüse, Kräuter oder Blumen handelt“, sagt Repenning.

Die verschiedenen Sorten sollen in einzelnen Tüten entsprechend eingeschickt werden, idealerweise liegt dann auch gleich ein weiterer frankierter Briefumschlag mit der jeweiligen Adresse des Absenders bei. „In Lübeck stellen wir dann neue Sendungen zusammen und verschicken sie an die Leute, die uns Saatgut zukommen haben lassen“, ergänzt Lotta Repenning.

Seit Oktober läuft die spontan entstandene Aktion bereits, bislang haben die Stadtgärtner rund 60 Umschläge erreicht. Noch bis Ende Dezember können Interessierte kostenlos am Saatgutzirkel teilnehmen.  

Mehr zum Saatgutzirkel: www.diestadtgaertner.de/saatgutzirkel

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