Plakat der Grünen

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Christel Grommel | am

Scharfe Kritik an Grünen-Wahlkampfplakat

In einem offenen Brief kritisierten Präsident und Geschäftsführer des Deutschen Kartoffelhandelsverbands (DKHV), dass die Wahlwerbung komplett an der Realität vorbei gehe.

Kartoffeln würden bei einer Glyphosatanwendung im Feldbestand sofort absterben, schrieben die beiden im Brief. Deshalb sei der Wirkstoff in der Kartoffelkultur grundsätzlich verboten. "Rufen Sie uns doch einfach das nächste Mal an, bevor Sie unsinnige Wahlplakate veröffentlichen und unsere Branche öffentlich in Misskredit bringen", so DKHV-Präsident Herkenrath und Geschäftsführer Schwarz.

Zudem boten die Verfasser an, dass man auf den heimischen Kartoffelbetrieben gerne ins Gespräch kommen könne. Dort könnten sich die Mitglieder der Partei ein Bild von der Kartoffelwirtschaft machen. Fragen, die die Branche interessierten, seien unter anderem die Ökologisierung der Landwirtschaft, Qualitätsnormen und das kommende Insektenschutzgesetz.

Auch CDU und FDP üben Kritik

Auch der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Hocker hatte das Plakat kritisiert und dieses in die Kategorie "knapp daneben ist auch vorbei" eingeordnet. Nicht "auch", sondern "nur" ohne Glyphosat sei an eine Kartoffelernte auch nur zu denken. Die CDU-Landtagsfraktion wertete das Plakat als "Beleg dafür, dass man vom Sachverhalt keine Ahnung hat". 

Die Grünen verteidigten ihr Plakat jedoch. Glyphosat werde angewendet, um Durchwuchskartoffeln auf Getreidestoppeln zu bekämpfen. Zudem sei der Wirkstoff zu einem Synonym einer "chemiebasierten industriellen Landwirtschaft geworden, die Gesundheits- und Umweltschutz vernachlässigt". Das gelte auch für den Kartoffelanbau.

Mit Material von AgE

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