Frisches Gemüse.
Ellen Hartmann | am

So können Sie Gemüse für den Winter einlagern

Wenn die Gemüseernte zu gut ausgefallen ist, stellt sich oft die Frage: was tun mit Möhren, Kartoffeln und Co.? Hier ein paar Vorschläge, wie Sie Ihr Gemüse so einlagern können, damit es noch im Frühling haltbar ist.

In vielen Gemüsegärten ist gerade Erntezeit. Doch wie bleibt das Gemüse haltbar und frisch? Haltbar bleibt zum Beispiel Kohl am besten im Beet. Das Gemüse verträgt nämlich leichte Minusgrade und kann sogar bei strengen Nachtfrösten im Beet überleben. Den ganzen Winter in der Erde bleiben, können Schwarzwurzeln und Topinambur. Bei Bedarf können die Wurzeln dann einfach ausgegraben werden. Decken sie das Gemüse jedoch mit Stroh oder Laub an, um die Kälte fernzuhalten. 

Einwecken, Einfrieren oder Einlagern

Möhren und Sellerie sollten Sie jedoch besser nicht im Beet stehen lassen. Denn dann sind sie beliebtes Futter für Wühlmäuse. Aus diesem Grund sollten Sie die Wurzeln aus dem Beet holen, sobald sie erntereif sind. Um Gemüse haltbar zu machen, lohnen sich Einwecken, Einfrieren oder Einlagern. Passen Sie beim Einlagern jedoch bereits bei der Ernte auf. Beschädigtes Gemüse lässt sich leider nicht lange einlagern. Nutzen Sie für die Ernte am besten eine Grabegabel und klopfen Sie die Erde leicht ab. Wichtig ist auch, dass Sie Stiele, Blätter und das Grün entfernen. 

Was ist eine Erdmiete?

Bestens zum Einlagern eignen sich übrigens Knollen- und Wurzelgemüse wie Rettich, Rote Beete, Möhren, Pastinaken, Sellerie oder Petersilienwurzel. Die Sorten können sehr gut in einer Erdmiete gelagert werden, die wie ein natürlicher Kühlschrank funktioniert. Graben Sie dafür einen Behälter bis zum Rand in die Erde ein. Verwenden können Sie dafür große Töpfe, Fässer, Eimer, Milchkannen oder eine alte Waschmaschinentrommel. Vor dem Eingraben sollten Sie allerdings Löcher in die Behälter bohren, damit Luft zirkulieren kann. Achten Sie darauf, dass die Löcher nicht zu groß sind, sonst können Mäuse in Ihre Erdmiete gelangen. Graben Sie die Miete 60 Zentimeter tief ein. So kann das Gemüse frostfrei lagern. Damit alles trocken bleibt und nicht schimmelt, sollten Sie noch eine Drainageschicht aus Blähton auf den Boden streuen. 

Auf Feuchtigkeit achten

Nun können Sie Ihr Gemüse in den Behälter geben und dazwischen etwas leicht feuchten Sand verteilen. Passen Sie auf, dass sich das Gemüse möglichst nicht berührt. Legen Sie im Anschluss einen Deckel auf das Behältnis, damit es nicht hinein regnen kann und beschweren Sie ihn mit ein paar Steinen. Zusätzlich kann eine Folie vor Feuchtigkeit schützen. Decken Sie die Erdmiete am besten mit Tannenzweigen, Laub und Stroh ab. Wenn Sie die Miete anlegen, achten Sie auch darauf, das Behältnis nicht in feuchten Bereichen Ihres Gartens zu vergraben. Ideal ist ein erhöhter Platz im Halbschatten. Sollten Sie ein Frühbeet besitzen, können Sie das Gemüse auch hier einlagern. 

Ab in die Kiste

Sie können Ihre Ernte jedoch auch in einer Koste lagern, die Sie mit etwas Gartenvlies oder Folie auslegen und mit Sand befüllen. Lagern Sie das Gemüse in Schichten in den Kisten und bedecken Sie sie mit Sand. Einlagern können Sie die Kisten dann in einem kühlen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit. Kartoffeln lassen sich übrigens leicht einlagern. Auch hier können Sie eine Erdmiete anlegen, jedoch ohne Sand. Kartoffeln vertragen allerdings keinen Frost und sollten daher möglichst tief im Behälter liegen. Die Knollen können Sie aber auch inklusive Erdklumpen in einer Kiste im Keller deponieren. Auch die Garage oder ein Schuppen eignen sich als Standort. Wenn Sie sich für die Kisten-Variante entscheiden, sollte die Kiste aber einen Deckel haben, da die Kartoffeln es gerne trocken, kühl und dunkel mögen. Kürbisse können Sie einfach in einer Holzkoste aufbewahren. Jedoch vertragen sie keine Temperaturen unter zehn Grad. 

Mit Material von NDR
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