Trockenheit-Dürre-Mais
Renate Bergmann | am

Steuersenkung für Dürreversicherung

Der Finanzausschuss des Bundestages hat am 12. Februar beschlossen, die Versicherungssteuer bei der Dürreversicherung auf 0,03 % der Versicherungssumme zu senken.

Konkret geht es um die Einbeziehung des Risikos Dürre als weitere wetterbedingte Elementargefahr in die Anwendung des ermäßigten Versicherungssatzes von 0,03 Prozent - statt 19 Prozent – der Versicherungssumme.

Die Vergünstigung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2020 in Kraft. Somit profitieren davon auch Versicherungsnehmer, die bereits jetzt einen Versicherungsschutz haben.

Der SPD-Finanzpolitiker Metin Hakverdi erklärte, im Jahr 2018 seien nur 0,4 Prozent der deutschen Äcker gegen Dürre versichert gewesen. "Wir haben die Absicht, mit dieser Privilegierung die versicherte Ackerfläche in den kommenden Jahren signifikant zu erhöhen."

Dazu Julia Klöckner: „Es freut mich, dass unser Vorschlag, Dürreversicherungen zur Unterstützung der Bauernfamilien erheblich geringer zu besteuern, nun umgesetzt wird. Der ermäßigte Steuersatz ist der richtige Weg, um eigenverantwortlich vorzubeugen und in der Not unbürokratisch zu helfen. Die Versicherungswirtschaft kann bestehende Versicherungsangebote auf dieser Basis nun attraktiver gestalten.“
Seit dem Dürresommer 2018 hatte sich die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, für eine Steuersenkung bei der Dürreversicherung eingesetzt.

 

 

Mit Material von Pressestelle BMEL
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