Gülle wird mit Schleppschlauch auf Acker gebracht

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Christel Grommel | am

Streit ums Nitrat: Gegenwind auch aus anderen Ländern

Der Ärger um die Düngeregeln geht weiter. Nicht nur aus Niedersachsen, auch aus NRW und Mecklenburg-Vorpommern kommt Widerstand.

Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies hatte zu den jetzt von der EU-Kommission geforderten Änderungen im deutschen Düngerecht schon angekündigt: Eine "Rolle rückwärts" wolle man beim Landvolk nicht akzeptieren. Er forderte die niedersächsische Landesregierung auf, den vor einem Jahr nach umfangreichen Vorarbeiten veröffentlichten Stufenplan zur Erstellung der neuen Gebietskulisse mit Einschränkungen für die Düngung einzuhalten. Von der neuen Bundesregierung erwarte er, ein Einvernehmen mit der EU zu erzielen.

Auch Nordrhein-Westfalen hat Forderungen an den Bund, in Mecklenburg-Vorpommern gab es Proteste. 

Holger-Hennies

Briefe und Proteste mit Traktoren

NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser rief die Regierung in Berlin auf, die Düngeverordnung noch einmal zu überarbeiten. Darin forderte sie die Berücksichtigung des Verursacherprinzips: Nur die Betriebe sollten mit Düngebeschränkungen belegt werden, die nachweislich einen Stickstoff-Überschuss verzeichneten. Sie erwarte, dass sich der Bund dafür einsetze. Die Ablehnung dessen nannte Heinen-Esser "weder fachlich noch politisch nachvollziehbar".

Am vergangenen Freitag (28. Januar) demonstrierten Landwirtinnen und Landwirte mit ihren Traktoren in der Landeshauptstadt Schwerin. Etwa 500 Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen waren dabei. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Greifswald die Düngeverordnung für das Land Mecklenburg-Vorpommern für unwirksam erklärt hatte, verschärfte der neue Entwurf zur Düngelandesverordnung die Situation der Landwirte noch weiter, so der Vorwurf. Eine nur eingeschränkte Düngung könnte sich nun auf 46 Prozent der Landesfläche ausweiten. Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern drängen auf "eine fachlich fundierte Regionalisierung der Nitratbelastung", heißt es in einem offenen Brief, der der Landesregierung überreicht wurde. 

Mit Material von noz, agrarheute

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