Auswahl an Pilzen
Janina Schuster | am

Tipps zum Pilzesammeln: giftig oder essbar?

Pilze sammeln ist ein Hobby, welches einige Vorkenntnisse erfordert. Der Verzehr von giftigen Pilzen führt nicht selten ins Krankenhaus und zieht oft schwere Vergiftungserscheinungen nach sich. Wir geben Tipps, damit der Ausflug in den Wald mit einer leckeren Pilzpfanne endet.

Pilze zählen nicht zu den Pflanzen und nicht zur Art der Tiere. In der Biologie haben sie ihre eigene Definition: es handelt sich um eukaryotische Lebewesen. Sie enthalten ein Skelett aus Zellen und kann als Einzeller, aber auch als mehrzelliger Pilz existieren. Mehr als 1000 verschiedene Pilzarten sind offiziell bekannt. Für den Menschen sind sie Fluch und Segen zugleich. Es wurden bereits 180 Krankheiten identifiziert, die bestimmte Exemplare beim Menschen auslösen können. Andererseits werden Pilze für die Herstellung von Alkohol, Vitamin C und Zitronensäure genutzt. Auch auf dem Teller sind die Gewächse immer wieder ein Genuss. Allein deshalb ist es unabdingbar zu wissen, ob man ein giftiges Exemplar vor sich hat oder nicht.

Pilzesammeln für Einsteiger

Es gibt einige Tricks, um sich den Einstieg in das Pilz-Hobby so einfach wie möglich zu machen. Der wohl wichtigste Tipp: nehmen Sie nur bekannte Pilze auf. Ein Pilz ist bekannt, wenn er zweifelsfrei bestimmt werden kann. Dafür gibt es sowohl online als auch offline Recherchequellen, die mit Bildmaterial und genauen Beschreibungen weiterhelfen. Es gibt Giftpilze, die in Aussehen und Beschaffenheit ähnlich sind wie Speisepilze. Wer sich bei der Bestimmung nicht sicher ist, sollte mit einem Experten auf die Suche gehen und ihm beim Bestimmen von Pilzen über die Schulter gucken. Fachkundige Pilzsammler können wertvolle Tipps geben und beim Finden oder Erkennen helfen. In vielen Regionen werden sogenannte Pilzwanderungen angeboten. Dort werden Neulinge durch den Forst geführt und beim Identifizieren von Pilzen durch einen Sachverständigen unterstützt.

Wo und wann geht man Pilze sammeln?

Pilze mögen feuchtes und mildes Klima. Es genügen ein paar Regentage und Temperaturen im mittleren Bereich und man sollte schnell fündig werden. Hat es jedoch länger geregnet, kann die Pilzernte schnell verfaulen, da der Anteil des Wassers im Pilz zu hoch ist. Als Neuling unter den Pilzsammlern geht man am besten in den Wald. In unmittelbarer Nähe von Bäumen wachsen Pilze besonders gern. Man kann sich bewusst für die Suche nach einer bestimmten Pilzart entscheiden und danach den Suchort auswählen. Wer einen "Birkenpilz" finden will, sollte nicht im Fichtenhain suchen. Pappeln oder Birken beherbergen zum Teil bis in den November hinein verschiedene Sorten Pilze.

Wie sammelt man Pilze?

Ist die Suche erfolgreich verlaufen und die Pilzart bestimmt, schneidet man oberhalb des Bodens ab. Bestenfalls wird der Pilz noch vor Ort gereinigt. Zur Aufbewahrung eignet sich ein Korb, in dem die Pilze nicht allzu beengt liegen können. Sie brauchen Platz zum Atmen und reagieren auf Druckstellen mit erhöhter Verderblichkeit. Stößt man bei der Suche auf eine üppig bewachsene Stelle, ist es ratsam nicht alles abzuernten. So besteht die Chance, dass es bald wieder "Nachwuchs" gibt.

Wie lange können Pilze gelagert und aufbewahrt werden?

Bestenfalls werden die Waldfunde noch am gleichen Tag verarbeitet. Doch zunächst gilt es, die Pilze auszubreiten, um ihnen Luft zuzuführen. Pilze lassen sich gewaschen und getrocknet gut einfrieren. Dann sind sie knapp vier Monate haltbar. Eine Alternative zum Einfrieren ist das Trocknen der Pilze. Dafür reinigt man die Pilze und trocknet sie bei 40 Grad Celsius im Backofen.

Mit Material von pilze-ratgeber
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