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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Christel Grommel | am

Trockenheit verursacht regional massive Mindererträge

Die Erträge und Qualitäten waren in Niedersachsen stark schwankend, die Dürre verursachte Minderungen.

Die Ernte findet ohne zeitliche Verzögerungen statt - das ist aber schon das einzige vorteilhafte an der trockenen Witterung. Niedersachsens Landwirtinnen und Landwirte ernten fast rund um die Uhr ihre Felder ab, niedersachsenweit ist etwa die Hälfte des Winterweizens geerntet. Da, wo es genug geregnet hat, liegt der Ertrag laut Landvolk bei über 80 Dezitonnen pro Hektar. Anders sieht es in den von Dürre betroffenen Gebieten aus, dort wurden sehr hohe Ertragsminderungen verzeichnet. Nur knapp die Hälfte der normalen Menge wurde dort geerntet.

Auch die Qualitäten schwanken

Insgesamt seien die Erträge und Qualitäten stark schwankend, führt Pia Bömer, Landvolk-Referentin für den Bereich Pflanze, weiter aus. Das Hektolitergewicht beträgt in diesem Jahr durchschnittlich 77,3 kg/hl. Aufgrund der Trockenheit weist der Weizen mit Werten von 8,5 bis 11,5 Prozent einen zu geringen Proteingehalt auf, um den derzeitigen Vorgaben für Qualitäts- bzw. Backweizen zu entsprechen. Mehle hoher Qualität verlangen einen Eiweißgehalt von mindestens 12 Prozent.

So sieht es bei Roggen, Raps und Gerste aus

Der Roggen auf Niedersachsens Feldern ist zu rund 65 Prozent geerntet. Auch hier schwankt der Ertrag enorm. „Hier erreichten uns Erntemeldungen zwischen 40 und 75 dt/ha. In besonders trockenen Gebieten lag der Ertrag noch darunter“, führt Bömer aus.

Auch die Rapsernte ist in vollem Gang, rund 70 Prozent sind gedroschen und die Erträge liegen voraussichtlich durchschnittlich bei etwas über 40 dt/ha. Auch beim Raps bedeutet regionale Trockenheit, dass davon teilweise nur die Hälfte erreicht wird. Der Ölgehalt mit durchschnittlich über 40 Prozent ist vergleichsweise hoch.

Bei der Gerste sieht es gut aus. „Sie ist vollständig geerntet, und es gab kaum Probleme. Die Ertragsbildung konnte abgeschlossen werden, bevor die Vorsommerhitze eingesetzt hat, sodass diese bei durchschnittlich 87 dt/ha mit einem Hektolitergewicht von 65 kg/hl liegt“, so Bömer.

Mit Material von LPD
Zucchini

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