Rapsfeld während der Ernte
Janina Schuster | am

Verbesserte Stickstoffbilanz beim Raps muss kein Nachteil werden

In einem Projektvorhaben konnte nachgewiesen werden, dass eine Verbesserung der Stickstoffbilanz nicht automatisch die Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaus beeinträchtigt.

Das konnte ein von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) gefördertes Projektvorhaben unter Praxisbedingungen nachweisen. Die UFOP berichtete in der vergangenen Woche, dass ein Düngealgorithmus, entwickelt vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Universität Kiel, als Ausgangspunkt der Untersuchungen fungierte.

Vorhaben sieht verbesserte Stickstoffausbringung vor

So erfolge nach der sogenannten Biomasse-Methode für Winterraps eine Anpassung in Abhängigkeit von der Stickstoffaufnahme im Herbst. Diese sieht bei vorwinterlichen Aufnahmen von mehr als 50 kg/ha Abzüge im Rapsbestand vor, wobei die dabei eingesparte Düngermenge auf nicht optimal entwickelte Bereiche des gleichen Schlages angewendet werden kann. Da Winterraps einen hohen Stickstoffbedarf habe, sei dies vor dem Hintergrund der neuen Düngeverordnung und der Ausweisung Roter Gebiete von großem Interesse.

Wie funktioniert der Ansatz?

Damit der Ansatz in der Praxis Anwendung finden kann, wird laut UFOP eine flächendeckende und gut ausgelöste Kartierung der Stickstoffaufnahme im Herbst benötigt. Diese könnten dann multispektrale Reflexionsmessungen liefern. Bei diesen Messungen erfassen Sensoren die vom Bestand reflektierte Strahlung bei verschiedenen Wellenlängen. Diese werden dann in sogenannten Vegetationsindizes zusammengefasst und mit der Stickstoffaufnahme in Beziehung gesetzt.

Vorhaben schließt Lücken

Im Bereich des flächendeckenden Bestandsmonitoring habe sich laut UFOP in den letzten Jahren massiv viel getan. So gab es Weiterentwicklungen in den Methoden mittels Drohne und Satellit, aber auch zur teilflächenspezifischen Bestandsführung. Bislang fehlte jedoch ein Ansatz, der beides unter Praxisbedingungen zusammenführen kann, um so durch Fernerkundungsdaten zu einer Steigerung der Stickstoffeffizienz zu kommen. Das Vorhaben sollte diese Lücke schließen.

Mit Material von AgE
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