Spargelangebot auf einem Markt

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Janina Schuster | am

Winterwetter dämpft Spargel-Nachfrage

Mit dem Frühlingswetter kommt die Lust auf Spargel. Aufgrund des winterlich anmutenden Aprils lässt die jedoch zu wünschen übrig. Die Verbraucher lassen auf sich warten.

"Bei dem Wetter denkt man eher an Grünkohl statt an Spargel", sagt Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen. Er bestätigt damit den Trend, den der Spargelverkauf derzeit einnimmt. Die Ernte ist bereits im Gange, doch die Verbraucher sind bisweilen sehr verhalten, was die Abnahme des Spargels betrifft. Marktexperte Michael Koch von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn erklärt: "Von den Zahlen her können wir noch keine durchschnittlichen Verbraucherpreise ermitteln. Der Spargel ist zwar in vielen Regionen schon verfügbar, doch der Verbraucher will noch nicht so richtig bei diesem fast schon winterlichen Wetter."

Süddeutschland erntet bereits heimischen Spargel

In Süddeutschland wurde bereits mit der ersten Ernte begonnen. In diesem Monat eröffnet dann die Landwirtschaftsministerin Bayerns, Michaela Kaniber, die Spargelsaison in dem Bundesland. In Niedersachsen haben die Spargelanbauer in diesem Jahr auf die offizielle Eröffnung verzichtet. Dort wurde bereits vor Ostern mit der Ernte begonnen. Das winterliche Wetter trug wohl seinen Teil dazu bei. Erfahrungsgemäß lässt freundliches Wetter mit Sonnenschein und wärmeren Temperaturen die Nachfrage nach Spargel deutlich steigen.

Niedersachsen ist Spargel-Land

Die Corona-Pandemie hat die Spargel-Erntemenge in den letzten Jahren deutschlandweit sinken lassen. Im letzten Jahr wurde 19 Prozent weniger geerntet, als noch 2019. Laut Statistischem Bundesamt waren dies 106.400 Tonnen weniger Spargel. In den Jahren zuvor hielt sich die Durchschnittserntemenge bei 123.700 Tonnen pro Jahr in Deutschland. Im Vergleich der Bundesländer lag Niedersachsen im vergangenen Jahr vor Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. 26.900 Tonnen Spargel kamen demnach aus Niedersachsen, 19.100 aus Brandenburg und 18.600 Tonnen aus NRW.

Mit Material von dpa
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