Pflanzenschutz-Spritzen

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Anne-Maria Revermann | am

Wissenschaftler weist Kritik an seinen Glyphosat-Studien zurück

Der Wissenschaftler zweier Glyphosat-Studien, der Monsanto als Geldgeber unerwähnt ließ, weist Kritik an seiner Arbeit zurück.

Der Professor, der zwei Glyphosat-Studien geschrieben hat und dabei Monsanto als Geldgeber unerwähnt ließ, hat Kritik an seiner Arbeit vehement zurückgewiesen. Er sei als Wissenschaftler stets unabhängig gewesen und habe ohne jede lenkende Einflussnahme von Dritten wissenschaftlich sauber gearbeitet, erklärte der Agrarökonom Michael Schmitz am Freitag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Studien-Ergebnisse "wissenschaftlich belegt"

In den Studien von 2011 und 2015 stellt der Wissenschaftler das Pflanzenschutzmittel Glyphosat unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten positiv dar - würde man es verbieten, drohten Milliardenverluste in Europas Landwirtschaft.

Nun sagte Schmitz: "Ja, meine Ergebnisse mögen Landwirten und Wirtschaft gefallen, aber sie sind wissenschaftlich belegt." Der Verein Lobbycontrol hatte die verdeckte Einflussnahme der heutigen Bayer-Tochter Monsanto als "inakzeptabel" bezeichnet. Schmitz hingegen betonte, dass es zur Zeit der Entstehung der Studien keine Veranlassung und keinen öffentlichen Druck gegeben habe, die Finanzierungsquellen von Drittmitteln offenzulegen, weil allein die Qualität der Arbeiten entscheidend war und man sich auf seriöse Wissenschaftler verlassen konnte.

Lobbyarbeit für Befürworter des Glyphosatverbots

Der Professor warf Lobbycontrol und Medien, die kritisch über das Thema berichtet hatten, eine durchsichtige Kampagne vor und Lobbyarbeit pur für die Befürworter eines Glyphosatverbots. Der inzwischen emeritierte Professor war lange an der Universität Gießen aktiv, zudem beriet er unter anderem das Bundeslandwirtschaftsministerium.

Schmitz betonte, dass er sich auch künftig nicht davon abhalten lassen werde, unbequeme und dem Zeitgeist widersprechende, aber wissenschaftlich fundierte Aussagen zu machen.

Mit Material von dpa

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel suchen und merken

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
Produkte entdecken
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Tag des offenen Hofes
  • Hitzestress bei Kühen vermeiden
  • Digitalisierung im Ackerbau
  • Gärreste: Techniken zur Aufbereitung
  • Herbizidstrategien im Spargel

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen