Landwirt bei der Aussaat von Zuckerrüben
Annette Hoffmann & Thekla-Karina Niehoff von der LWK-Niedersachsen | am

Zuckerrübenaussaat: Was Sie beachten sollten

Bald werden auch in Niedersachsen wieder Zuckerrüben ausgesät. Hier Tipps für frühen Reihenschluss.

Zuckerrüben danken für Böden mit gleichmäßiger Struktur, die ausreichend mit Nährstoffen und Wasser versorgt sind. Das sind z.B. tiefgründige, humose Lößböden, Sandböden, auch unter Beregnung.

Zeitpunkt der Aussaat

Der optimale Aussaattermin zur Sicherung eines frühen Reihenschlusses liegt – je nach Bodenverhältnissen – zwischen dem 26. März und dem 10. April. Der Trend in Richtung Vorverlegung des Aussaattermins (mit Ausnahme des abgelaufenen Jahres 2018) kann sich durch die Verlängerung der Vegetationszeit positiv auf die Ertragsleistung auswirken.

Für die Aussaat sollten sie folgendes beachten:

  • Die optimale Bestandesdichte liegt zwischen 80.000 bis 90.000 Pflanzen/ha.
  • Bisher gängige Aussaatverfahren sind pfluglose Bestellverfahren (Strohmulch) oder, dort wo die Vorteile überwiegen, Mulchsaatverfahren nach Zwischenfruchtanbau.
  • Zur Aussaat besonders auf sandigen und dichtlagernden Böden sowie leichteren Standorten bei suboptimaler Bodenstruktur hat eine Frühjahrsfurche durchaus ihre Berechtigung.
  • Nach Analyse des Bodenzustands muss so flach wie möglich und so tief wie nötig bearbeitet werden.
  • Die Rübe reagiert auf Bodenverdichtungen und Strohmatten mit Beinigkeit. Sie bildet dann keine ordentliche Pfahlwurzel, sondern Seitenwurzeln, was Ertragseinbußen zur Folge hat.
  • Bei der Saatbettbereitung muss darauf geachtet werden, eine nicht zu feine und damit offene Bodenstruktur zu schaffen. Das sollte man zudem im Blick haben:
  • Zuckerertragsstarke Rübensorten sind beste Biogasrüben.
  • Befahrbarkeit des Bodens geht vor Saattermin.
  • Zuckerrübe hat hohe Stickstoffeffizienz.
  • Blattgesunde Sorten wählen.
  • Mit Thiram gebeiztes Saatgut 2019 komplett aussäen.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 4/19.

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