Ein Feld von Zuckerrüben wird geerntet
Janina Schuster | am

Die Zuckerrübenernte startet

Die Bauern habe die Getreideernte fast abgeschlossen, da geht es mit den Zuckerrüben direkt weiter. Experten erwarten einen überdurchschnittlichen Rübenertrag.

Ab dem 10. September fahren sie wieder, die Traktor-Gespanne mit Anhängern voller Zuckerrüben. Denn dann nimmt das Werk Schladen der Firma Nordzucker seine Arbeit auf: die Verarbeitung der Zuckerrüben beginnt. Zunächst können zehn Tage lang Öko-Rüben zum Werk gebracht werden, so der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) sowie die Nordzucker AG. Die anderen niedersächsischen Werke des Unternehmens in Clauen, Uelzen und Nordstemmen folgen in den Tagen darauf mit Verarbeitung von konventionell angebauten Zuckerrüben.

"Die Rübenerträge insgesamt werden von Nordzucker über dem langjährigen Durchschnitt erwartet, der Zuckergehalt wird voraussichtlich darunter liegen", erklärt Christian Kionka, Pressesprecher der Nordzucker AG. Dr. Heinrich-Hubertus Helmke, Geschäftsführer des DNZ, hofft auf gute Witterungsbedingungen während der Erntearbeiten: "Derzeit gehen wir von einem Zuckerertrag zwischen 13 und 14 Tonnen je Hektar (t/ha) aus." Zuletzt habe das Wetter der Rübe in die Karten gespielt. Das Frühjahr sei zwar zu kalt gewesen, was die Pflanze in ihrem Wachstum gehemmt habe, doch Sonne und Niederschlag während der Sommermonate habe die Entwicklung dann wieder gefördert.

Anstieg der Ernte erwartet

Ersten Einschätzungen der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) zufolge, könnte der durchschnittliche Rübenertrag auf knapp 78 t/ha beziffert werden. Auf ganz Deutschland bezogen würde dies rund 4,34 Millionen Tonnen bedeuten. "Das wäre ein leichter Anstieg gegenüber dem durch Trockenheit und Schädlingsbefall gekennzeichneten Vorjahr", erklärt Dr. Helmke.

Die große Unbekannte bei den Prognosen: der Zuckergehalt

Diese Prognose trifft wohl auch auf die Ernte innerhalb der Europäischen Union zu. Die überwiegend milden Temperaturen und ausreichende Wasserversorgung lassen auf überdurchschnittliche Erträge hoffen. Ob die Zahlen am Ende tatsächlich bestätigt werden, ist jedoch ungewiss. " Die große Unbekannte ist der Zuckergehalt," dämpft Helmke die Vorfreude vorsichtig. Der limitierende Faktor ist wie so oft das Wetter: "Der Zuckergehalt kann von Region zu Region stark schwanken – je nachdem wie sich das Wetter weiterentwickelt. Durch kalte Nacht-Temperaturen wird der Zucker nicht wieder veratmet, sondern bleibt im Wurzelkörper gespeichert. Zum Ende der Kampagne sind wir alle schlauer – bis dahin heißt es auf gutes Wetter hoffen und abwarten."  

In Niedersachsen gibt es rund 5.000 Landwirtinnen und Landwirte, die Zuckerrüben anbauen. Dafür stehen etwa 100.000 Hektar Anbaufläche zur Verfügung. Die Verarbeitung der Rüben wird voraussichtlich Ende Januar beendet sein.

Mit Material von LPD
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  • Die Zuckerrübenernte ist gestartet!
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