Kartoffelernte
Janina Schuster | am

Zwischenbilanz für die Kartoffel: Ernte fällt kleiner aus

Nachdem bereits die Ernte der Frühkartoffeln etwas geringer ausgefallen ist als in den Vorjahren, ziehen Kartoffelbauern eine erste Zwischenbilanz zur Haupternte. Dort sieht es ganz ähnlich aus.

"Die Erträge wachsen nicht in den Himmel, aber es wird ausreichend für alle Kartoffeln geben, nur nicht ganz so üppig wie im letzten Jahr", sagt Thorsten Riggert anlässlich des Internationalen Tag der Kartoffel am 19. August. Er ist Kartoffelbauer in der Heideregion. Der Ansatz bei den Kartoffeln sei nicht so hoch gewesen wie in den vergangenen Jahren, dafür habe das kalte Frühjahr gesorgt, führt er aus. "Dafür besitzen unsere niedersächsischen Kartoffeln eine ganz hervorragende Qualität, um köstliche Speisen daraus zuzubereiten", so der Kartoffelbauer.

Klimaangepasste Sorten sind gefragt

Schon bei der Frühkartoffelernte sah es ähnlich aus. Auch ihre Ernte fiel geringer aus, sodass es zu keinem Überhang am Markt kam, der nun in die Haupternte reichen konnte. Somit blicken die Kartoffelbauern aktuell auf vernünftige Preise bei ausreichender Marktversorgung. "Es besteht aber kein Anlass zur Sorge, dass es zu wenige Kartoffeln dieses Jahr gibt. Aber Belena, zum Beispiel, die unsere Hauptsorte ist, kam mit dem Wetter gar nicht zurecht", erklärt Riggert. Er verweist auf den wichtigen Einsatz von Wasser und Pflanzenschutz. Es würde verstärkt auf wassersparende Sorten gezüchtet, die mit dem Klimawandel besser zurechtkämen. In diesem Jahr haben die Kartoffelbauern lediglich ein bis zweimal manuell bewässern müssen. In den Jahren zuvor kam dies bis zu fünf Mal vor. "Die Kartoffel ist für die landwirtschaftlichen Betriebe hier in der Heideregion mit ihren Böden das Standbein schlechthin. Es ist daher gut, wenn die Bauern auf eine normale Ernte hoffen können", verweist Riggert auf die regionalen Bodenstrukturen.

Anbaufläche für Speisekartoffeln auf dem Rückzug

Die AMI vermutet für das Anbaujahr 2021 einen Rückgang der Anbaufläche. So wurden im Jahr 2020 noch auf 122.200 Hektar Fläche Kartoffeln angebaut. In diesem Jahr ging die Fläche auf 115.400 Hektar zurück. Das führen die Experten, aber auch Riggert auf Corona zurück: "Durch Corona wurde zwar zuhause mehr gekocht, aber die Gastronomie als Abnehmer fehlte. Langsam steigt aber auch hier wieder der Absatz." Er stellt zusätzlich einen Trend zu festkochenden Sorten fest, da hier eine größere Abnahme zu verzeichnen sei als bei den mehlig kochenden.

Der Tag der Kartoffel wird auch auf Facebook gebührend gefeiert. Auf der Seite „Die Kartoffel. Voll lecker“ gibt es leckere Rezepte, Tipps und Tricks rund um den leckeren Erdapfel.

Mit Material von LPD
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