Rübenaussaat
Werner Raupert | am

Rübenanbauer im Lippe-Weser Raum machen Druck

Viele Landwirte Lippe-Weser Raum sind sauer und überhaupt nicht damit einverstanden, dass Pfeifer & Langen in den Verhandlungen mit dem Verband der Rübenanbauer im Lippe-Weser Raum immer noch keine Einigung erreichen konnte.

Nach Angaben des Vorsitzenden des Verbandes, Peter-Eric Froböse, gestalten sich die Verhandlung mit Pfeifer & Langen sehr schwierig. Er wies Dr. Hermann Schmitz, Leiter Landwirtschaft bei P & L, auf der Anbauerversammlung in Bodenwerder-Buchhagen darauf hin, dass der Verband nicht zu jedem Preis Verträge abschließen werde.

Konkurrent zahlte mehr

Die P & L-Anbauer sind besonders deswegen so verärgert, weil der direkte Konkurrent, die Nordzucker AG, trotz gleich schwieriger Marktbedingungen, im laufenden Rübenjahr weitaus höhere Rohstoffpreise bezahlt als P & L. Unter dem Strich haben die Anbauer aus dem Lippe-Weser Raum 500 bis 600 €/ha weniger erlöst als die Nordzucker-Lieferanten. Sie drohten Schmitz damit, dass wenn nicht bessere Vertragsangebote auf den Tisch kommen, ganz oder teilweise aus dem Rübenanbau auszusteigen bzw. Mengen für den Wettbewerber Nordzucker anzubauen.

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Schmitz betonte, dass P & L auch zukünftig daran gelegen ist, eine langfristige Zusammenarbeit mit den Landwirten zu vereinbaren. In der aktuellen schwierigen Lage mit desaströsen Zuckerpreisen könne man aber nicht alles finanzieren, was sich die Bauern erwünschen. In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass aufgrund der reduzierten Fläche und geringeren Erträge mit Defiziten am Welt-Zuckermarkt zu rechnen sei. Infolgedessen werde auch bald der Zuckerpreis wieder ansteigen.

Mehrjährige Vertragsangebote

Dr. Stefan Brinker, Regionalleiter Landwirtschaft, berichtete, dass das Gerüst für die Rübenbezahlung 2019 bereits stehe. So sei ein Sicherheitsnetz für alle Vertragsrüben im Chancenmodell und eine Kontrahierungsprämie für 2019 vorgesehen. Für neue dreijährige Verträge soll ein Mehrjahresbonus gewährt werden. Ab 2020 soll es wieder ein- und dreijährige Vertragsangebote (Sicherheits- und Chancenmodell) geben. Der Unterschied zum bisherigen Modell wird sein, dass dieses Mal bis zu 50% im Sicherheitsmodell abgeschlossen werden können. Die Preisangebote sollen rechtzeitig zur Anbauplanung 2020 vorliegen.

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