Ökolandbau wächst - Traktor auf Feld
Christel Grommel | am

Jeder siebte Betrieb arbeitet ökologisch

Julia Klöckner hat die aktuellen Strukturdaten zum ökologischen Landbau in Deutschland 2020 vorgestellt. Der Anteil des Ökolandbaus ist in Deutschland gewachsen.

Klöckner gab an, dass der Ökolandbau in Deutschland weiter an Bedeutung gewinne. Die Daten zeigten, dass der Trend stabil sei. 

Die wichtigsten Zahlen im Überblick im Vergleich zum Jahr 2019:

  • Allein in 2020 stieg der Umfang der ökologisch bewirtschafteten Fläche um 5,5 Prozent. Das entspricht rund 88.000 Hektar.
  • Insgesamt beträgt die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland damit 1,7 Millionen Hektar. Das ist ein Anteil von 10,3 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche.
  • Damit ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche innerhalb von nur fünf Jahren um fast 60 Prozent gestiegen (2015: 6,5 Prozent).
  • Die Anzahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe hat gegenüber 2019 um rund 3,6 Prozent zugenommen und beträgt nun etwa 35.400 Betriebe.
  • Das sind 13,5 Prozent aller landwirtschaftlicher Betriebe.

Diese Förderprogramme gibt es

  • Konventionelle wie ökologische Betriebe erhalten EU-Direktzahlungen, 2020 waren das im Durchschnitt etwa 283 Euro pro Hektar bzw. etwa durchschnittlich 15.500 Euro pro Betrieb.
  • Landwirte werden dabei unterstützt, wenn sie auf Ökolandbau umstellen und gefördert, wenn sie bei dieser Bewirtschaftung bleiben. Zusätzlich zu den Direktzahlungen gibt es bei der Einführung bis zu 250 Euro je Hektar, bei der Beibehaltung bis zu 210 Euro je Hektar, Prämien bei einzelnen Kulturen (etwa dem Gemüseanbau).
  • Das BMEL hat eine Zukunftsstrategie ökologischer Landbau (ZöL) entwickelt, mit dem Ziel, bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent ökologisch bewirtschafteter Fläche zu erreichen. Wichtiges Finanzierungs- und Umsetzungsprogramm der ZöL ist das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Über das BÖLN hat das Bundeslandwirtschaftsministerium allein bereits über 1.200 Forschungsvorhaben gefördert.
  • Zudem profitieren die ökologischen Betriebe von grundsätzlichen Forschungsprojekten des Ministeriums, der Förderung technischer Neuerungen und Digitalisierung oder den Zuschüssen zur Agrarsozialen Sicherung.
  • Der Öko-Landbau profitiert außerdem von verschiedenen Agrarstrukturförderangeboten der Europäischen Union.
  • Im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sind in den 13 ELER-Programmen der Länder für die Förderperiode 2014 – 2020 öffentliche Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro zur Unterstützung der Umstellung auf und die Beibehaltung der ökologischen Bewirtschaftung vorgesehen.
Mit Material von BMEL
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