Menschen schauen beim Scheren eines Schafes zu

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Meinung | Stephan Weil, Ministerpräsident Niedersachsen | am

Tag des offenen Hofes: Bewährt seit vielen Jahren

Romantische Verklärung, Vorurteil und Halbwissen - die Vorstellungen von der Realität auf landwirtschaftlichen Betrieben gehen auseinander. Wer wissen möchte, wie seine Lebensmittel produziert werden, sollte den Tag des offenen Hofes nutzen.

Woher kommen meine Lebensmittel? Eine stetig wachsende Anzahl der Verbraucherinnen und Verbraucher möchte zunehmend wissen wie unsere heimische Landwirtschaft arbeitet. Oft genug bezieht unsere Gesellschaft ihre Informationen über andere Quellen als dem eigenen Erleben oder über neutrale Berichterstattung. Von der romantischen Verklärung einer Bauernhofidylle mit zwei Kühen, fünf Schweinen und zwanzig Hühnern bis hin zur Agrarwirtschaft mit tausenden von Tieren auf engem Raum, das Spektrum der Vorstellung ist immens und oft genug von Halbwissen und Vorurteil geprägt.

Einfach mal selber auf den Höfen schauen!

Genau hier setzt das Konzept des „Tag des offenen Hofes“ an. Einmal selber in einen Schweine- oder Kuhstall hineinschauen, sich vor Ort über Obst- oder Weihnachtsbaumanbau informieren oder auch nur einmal erfahren, was für ein Maschinenpark für Saat und Ernte von Kartoffeln oder Getreide eingesetzt werden muss. Bäuerinnen und Bauern aus ganz Niedersachsen zeigen ihre Betriebe, erläutern, wie und was produziert wird, und diskutieren natürlich auch gesellschaftspolitische Fragestellungen rund um die Landwirtschaft.

Seitens der Landesregierung führen auch wir verschiedene Dialoge zum Thema Landwirtschaft, Ernährung und Zukunft, was kommt morgen auf dem Tisch? Genau hierüber können sich die Besucherinnen und Besucher vor Ort informieren, an diesem Tag können Bäuerinnen und Bauern direkt erklären, was sie antreibt und wie sie wirtschaften. Eine bewährte Einrichtung seit vielen Jahren.

Wie geht es weiter mit dem Agrarland Niedersachsen?

Gerade der verheerende Angriffskrieg auf die Ukraine führt uns derzeit vor Augen, wie vernetzt und damit auch wie verletzlich hier die Strukturen sind. Viele landwirtschaftliche Produkte können wir regional in ausreichender Menge produzieren, aber auch hier steigen die Kosten für Energie, Saatgut und Düngemittel rasant.

Andere Produkte müssen wir einführen, bei ebenso steigenden Preisen und gestörten Warenströmen. Agrarwirtschaft, Gesellschaft und Politik werden sich vor diesem Hintergrund sehr schnell einig werden müssen, wie es mit dem Agrarland Nr.1 weiter gehen soll, und zwar mit auskömmlichen Einkommen für die Produzenten und bezahlbaren Lebensmitteln für die Verbraucher.

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Inhalte der Ausgabe

  • Wegweiser Erneuerbare Energien: Wie heize ich den Hof?
  • Nachhaltiger Kartoffelanbau
  • Saugferkeldurchfälle stoppen
  • Maschinenvorführung zur ultraflachen Bodenbearbeitung
  • Antragsfrist für Kleinbeihilfe

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