Vorwerkhühner sind eine vielversprechende Zweinutzungsrasse.

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Charlotte Meyer | am

Ackerbohne statt Soja als Futtermittel für Geflügel?

Eine Studie hat den Einfluss verschiedener Futtermischungen auf die Fleischqualität von Zweinutzungshühnern untersucht.

Das Töten von männlichen Eintagsküken und der Import großer Mengen Soja als Futtermittel, haben dazu geführt, dass die Geflügelproduktion stark umstritten ist. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen untersuchte mögliche zukünftige Alternativen: zum einen die Nutzung von heimischen Proteinquellen wie die Ackerbohne und zum anderen die Nutzung von Zweinutzungshühnerrassen, die sowohl zum Eierlegen als auch zur Mast gehalten werden können.

Die Studie konzentrierte sich auf die Junghähne zweier Doppelnutzungsrassen (Vorwerkhuhn und Bresse Gauloise) und einer spezialisierten Legehuhnherkunft mit hoher Legeleistung (White Rock). Die Tiere wurden mit drei unterschiedlichen Futtermischung gemästet: eine mit Soja als Hauptproteinquelle und zwei mit der Ackerbohne in verschiedenen Anteilen. Der Fokus der Untersuchung lag auf dem Einfluss der Futtermittel auf die Fleischqualität der unterschiedlichen Rassen.

Ackerbohne vielversprechend als Geflügelfutter

Die Ergebnisse zeigen, dass die Ackerbohne als Futtermittel für Geflügel eingesetzt werden kann, ohne die Produktqualität negativ zu verändern. Ihre Nährstoffzusammensetzung macht die Ackerbohne zu einer geeigneten Alternative zu Sojabohnen als Proteinquelle in Futtermittel für Geflügel.

Darüber hinaus hat sie den Vorteil, die heimische Bodenqualität zu verbessern, da die Leguminose Stickstoff bindet. „Ackerbohnen sind breitflächig angebaute Hülsenfrüchte, die das Potenzial haben, die heimische Landwirtschaft zu unterstützen, da sie die Abhängigkeit von Sojaimporten reduzieren und zu mehr Preiskontrolle führen können”, sagte Erstautorin Cynthia Escobedo del Bosque von der Universität Göttingen

Höhere Kosten für mehr Tierwohl

Der Einsatz von Zweinutzungsrassen wird erst seit wenigen Jahren erforscht. Diese Rassen können nicht mit der Lege- und Mastleitung der jeweils spezialisierten Rassen mithalten. „Unsere Forschung zeigt, dass Zweinutzungsrassen Eier und Fleisch vergleichbarer Qualität liefern können, aber in einer kleineren Menge“, erklärt Prof. Dr. Daniel Mörlein von der Universität Göttingen. „Das bedeutet, dass die Kosten höher sind. Gleichzeitig werden aber durch den Verzicht auf das Töten der Küken das Tierwohl verbessert und die genetische Vielfalt in der Tierproduktion erweitert.“

Mit Material von Universität Göttingen

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