Schweine im Stall
Jan Südhoff, LWK Niedersachsen | am

Das ändert sich bei sensorgesteuerter Fütterung

Die neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zieht für die Betreiber sensorgesteuerter Fütterungstechniken maßgebliche Änderungen nach sich.

Unter den Fütterungssystemen hat die Sensorfütterung seit mehr als 20 Jahren in vielen Schweinemast- und Ferkelaufzuchtbetrieben einen festen Platz. Durch die häufigere Ausdosierung kleinerer, frisch angemischter Futtermengen ist auch für Aufzuchtferkel die Umstellung auf festes Futter vergleichsweise problemloser möglich.

Umsetzung muss sorgfältig überlegt sein

Die kürzlich in Kraft getretene Novellierung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zieht für die Betreiber sensorgesteuerter Fütterungstechniken maßgebliche Änderungen nach sich, deren Umsetzung im Betrieb sorgfältig überlegt sein will.

So kennt der überarbeitete Verordnungstext keine tagesrationierte Fütterung mehr, sondern nur noch die rationierte Fütterung mit einem Fressplatz für jedes Tier oder alternativ die Ad-libitum-Fütterung. Unter Letzteres fallen auch zum Beispiel die weit verbreiteten Breiautomaten. Laut der Ausführungshinweise ist bei der Ad-libitum-Fütterung ein Tier: Fressplatz-Verhältnis größer 4:1 nur in Verbindung mit Breiautomaten oder einer Abruffütterung zulässig.

 

Das ändert sich ab 1. August

Am 1. August 2021 treten die Änderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zum Thema Sensorfütterung in Kraft und müssen bis dahin umgesetzt sein. Dann gilt: 

  • Eine Blockfütterung mit Dosierpausen von mehreren Stunden oder über Nacht sind ohne Anpassungen nicht mehr zulässig.
  • Den Tieren muss permanent Futter zur Verfügung stehen.
  • Kurze Dosierpausen aus Gründen der Troghygiene sind weiterhin erlaubt.
  • Als Faustregel gilt: Pausen müssen kürzer als die Dauer einer Betriebskontrolle sein.
  • Ein Tier-Fressplatz-Verhältnis > 4:1 ist nicht mehr zulässig.
  • Kurztröge müssen entweder umgebaut oder durch ein externes Raufutterangebot ergänzt werden.

Tipps zur Umsetzung

Lesen Sie im Fachartikel der digitalen Ausgabe:

  • Welche Probleme ergeben sich aus Sicht der Futterhygiene und im Zusammenhang mit Stress durch Fütterungspausen? 
  • Was ist bei Raufuttergaben zur Überbrückung zu bedenken?
  • Was muss mit der Initiative Tierwohl abgestimmt werden?

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