Hühner im Stall

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Christel Grommel | am

Aldi will Europäische Masthuhn-Initiative unterstützen

Die Discounter Aldi Süd und Aldi Nord haben sich als erste große Lebensmittelhändler zur Unterstützung der Initiative entschlossen.

Die Masthuhn-Initiative ist eine Selbstverpflichtung für mehr Tierwohl, die von europäischen Tierschutzorganisationen ins Leben gerufen wurde. Sie enthalte strenge Anforderungen an die Masthühnerhaltung, wie etwa geringere Besatzdichten und Sitzstangen. Zudem solle die Zucht auf langsam wachsende Rassen umgestellt werden. 

Die Konzerne wollen laut Ankündigung nun mit ihren Partnern und Zulieferern die Standards umsetzen und die dafür notwendigen Schritte gehen. Der Fokus werde anfangs auf der vollständigen Umstellung des gesamten Hühner-Frischfleisch-Sortiments sowie gefrorener Natur-Hühnerprodukte liegen.

Der Discounter betonte, dass eine Beteiligung anderer Marktteilnehmer essentiell sei, damit die Tierschutzstandards in der Breite angehoben werden könnten. Man wolle mit dem Bekenntnis zur Europäischen Masthuhn-Initiative "ein klares Signal in den Markt" geben, so der Managing Director Corporate Buying bei Aldi Süd. Andere Marktteilnehmer sollten folgen, denn "nur wenn alle mit anpacken, kann uns diese Aufgabe gelingen".

Mahi Klosterhalfen, Mitgründer der Europäischen Masthuhn-Initiative, äußerste sich erfreut über die Unterstützung von Aldi: "In Europa und Nordamerika haben sich bislang rund 350 Unternehmen der Masthuhn-Initiative angeschlossen. Davon ist Aldi eines der größten und wichtigsten."

Kritik für geplante Milchpreissenkung

Negative Reaktionen gab es auf die Pläne des Discounters, die Milchpreise senken zu wollen. Laut Pressemeldungen aus der Branche wird Aldi in den nächsten sechs Monaten den Molkereien einige Cent weniger für die Trinkmilch zahlen. 

"Die jüngst bekanntgewordenen Preissenkungen des Discounters Aldi für ausgewählte Milchprodukte sind ein katastrophales Signal für die Brandenburger Milchbauern", erklärte der Agrarsprecher der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag. Die Entscheidung von Aldi habe ausstrahlende Wirkung auf den gesamten Lebensmitteleinzelhandel und könne negative Einkommenseffekte für die Brandenburger Milchbauern bis weit in das nächste Jahr zur Folge haben. Beim gegenwärtigen Preisniveau sei eine angemessene Entlohnung der Erzeuger und ihrer Mitarbeiter gefährdet. Dieser Trend dürfe sich aus vielen Gründen nicht fortsetzen. 

Mit Material von AgE
Ein mit Mais beladener Trecker, Maisernte

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