Sauen genießen die frische Luft im Außenbereich eines umgebauten Schweinestalles. 

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Ellen Hartmann | am

Arzneimittelgesetz: Das ändert sich für Tierhalter zum 1. November

Das 17. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes gilt ab dem 1. November 2021. Doch was kommt durch die Änderungen auf die Tierärztinnen und Tierärzte sowie auf die Tierhalter zu? Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat alles Wichtige zusammengefasst.

1. Angabe des Anwendungs- oder Abgabedatums des Arzneimittels
Werden Arzneimittel eingesetzt, die antibakteriell wirksame Stoffe beinhalten, muss bei der Mitteilung nach § 58b AMG in Zukunft auch das Datum der ersten Anwendung oder das Abgabedatum des Arzneimittels dokumentiert werden. 

2. Verpflichtende Nullmeldung
Selbst wenn über sechs Monaten keine Arzneimittel mit antibakteriell wirksamen Stoffen genutzt wurden, muss dies der zuständigen Behörde gemeldet werden. Hier greift die sogenannte verpflichtende Nullmeldung. 

3. Schriftliche Versicherung auch elektronisch
In Zukunft kann der Tierhalter direkt über HI-Tier elektronisch angeben, dass er sich an die Behandlungsanweisung des Tierarztes gehalten hat. 

4. Wirkstoffkombination von Sulfonamiden und Trimethoprim als ein Wirktag
Künftig werden Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination von Sulfonamiden und Trimethoprim nicht mehr mit doppelten Wirktagen gezählt.

Was ändert sich noch zum 1. November?

Zum Stichtag (1. November) ändert sich zudem auch in Niedersachsen die Zuständigkeit für die Überwachung des Antibiotikaminimierungskonzeptes. Diese liegt in Zukunft bei den Landkreisen sowie bei den kreisfreien Städten. Ansprechpartner für den jeweiligen Tierhaltungsbetrieb ist somit die zuständige kommunale Veterinärbehörde. Sie soll unter anderem zu Themen der Antibiotikaminimierung informieren, Maßnahmenpläne entgegennehmen und prüfen sowie die Kontrollen auf den Betrieben durchführen. 

Niedersächsische Tierhalter können die Maßnahmenpläne für das erste Halbjahr 2021 bereits jetzt bei der zuständigen Veterinärbehörde einreichen. Ab dem 1. Januar 2022 müssen die Maßnahmenpläne ausschließlich an das zuständige Veterinäramt übermittelt werden. 

Mit Material von isn
Bundesratssitzung am 17. September

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