In einem Sauenbetrieb in Emsbüren hat sich der ASP-Verdacht bestätigt

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Christel Grommel | am

ASP-Brandbrief an Özdemir: Otte-Kinast haut auf den Tisch

Agrarministerin Otte-Kinast sandte einen Brandbrief an Cem Özdemir und weist eindringlich auf die Tierschutzprobleme hin.

Die Situation für schweinehaltende Betriebe in der ASP-Sperrzone im Emsland wird untragbar. Daher hat sich Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast mit einem sogenannten Brandbrief an Bundesagrarminister Cem Özdemir gewandt. Rund 300 Betriebe mit 21.000 überschweren Schweinen liegen in der 10-km-Sperrzone. Die Sperrzone soll nach den Vorgaben der EU-Kommission bis zum 14. Oktober 2022 aufrechterhalten werden. Die Verhandlungen finden zwischen Berlin und Brüssel statt.

Özdemir soll sich für Verkürzung der Frist stark machen

Otte-Kinast fordert ihren Amtskollegen Özdemir auf, sich persönlich bei der EU-Kommission für eine Verkürzung der Frist bis zum 3. September stark zu machen. Laut Otte-Kinast lägen genug Argumente dafür vor. Bislang sind alle Untersuchungsergebnisse negativ. Außerdem ist die Inkubationszeit von bis zu 15 Tagen längst ohne einen weiteren Fall verstrichen. Wir haben es also mit einem Punkteintrag zu tun. Die gesamte Sperrzone ist frei von ASP“, erklärte sie. Alle bisher erfolgreich durchgeführten Schritte zur Bekämpfung der Seuche und zur Vorbeugung vor einer erneuten Einschleppung wurden ausführlich dokumentiert.

Verkürzung auf 3. September gefordert

Otte-Kinast will die Frist auf den 3. September verkürzt haben. Im Brief weist sie eindringlich auf die fatale Situation hin: „Auf die zu erwartenden Tierschutzprobleme habe ich in meinem Schreiben an Sie vom 05.08.2022 bereits hingewiesen. Die tierschutzrelevanten Missstände haben sich seit meiner Bitte an Sie trotz Bemühungen vieler Akteure wie beispielsweise Landwirtinnen und Landwirte, praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte sowie Amtstierärztinnen und Amtstierärzte zur Vermeidung weiteren Leids der Tiere von Tag zu Tag zugespitzt und sind für alle Betroffenen inzwischen eine sehr große Belastung. Deshalb wende ich mich erneut an Sie und bitte Sie inständig, sich im Interesse der von den Einschränkungen betroffenen Schweinehalterinnen und Schweinehalter sowie deren Tiere persönlich bei der Europäischen Kommission für eine Verkürzung der genannten Frist einzusetzen.“

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