Schweinehaltung in Niedersachsen
Christa Diekmann-Lenartz | am

ASP-Krisenhandbuch für Niedersachsens Schweinehalter

In Niedersachsen gilt weiterhin: Vorsicht vor der Afrikanischen Schweinepest. Jetzt gibt es ein Krisenhandbuch für Schweinehalter.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Südoldenburg? Das war für die meisten Landwirte eher Utopie als reale Gefahr, bis zum Auftreten des ersten Falles bei Wildschweinen in Belgien im vergangenen Jahr. 

Eine Arbeitsgruppe um Dr. Gerald Otto vom Schlachthof Böseler Goldschmaus in Garrel (Landkreis Cloppenburg) hat ein ASP-Krisenhandbuch für Niedersachsens Landwirte zusammengestellt.

ASP-Krisenhandbuch für Niedersachsens Landwirte

"Belgien hat vielen Schweinehaltern sehr bewusst gemacht, wie konkret die Bedrohung durch ASP auch für uns ist," sagt. Dr. Otto, Leiter der Arbeitsgruppe. In dem Krisenhandbuch finden betroffene Betriebe wichtige Informationen für den Ernstfall.

ASP-Fall: Restriktionen könnten sehr lange bestehen

Stellten das neue ASP-Krisenhandbuch für Landwirte vor (v. l.): Dr. Gerald Otto, Dr. Claudia Mroz und Dr. Svenja Scheffold.

Die Restriktionen könnten im ASP-Fall für sehr lange Zeit bestehen - weil man keinen lückenlosen Zugriff auf Wildtiere hat. 

Und die Wahrscheinlichkeit, dass ASP bei einer Einschleppung nach Deutschland als erstes Wildschweine treffe, sei deutlich größer als dass sie zuerst einen Nutzschweinebestand treffe, sagt Dr. Claudia Mroz vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).

Sie war auch an der Erstellung des Krisenhandbuchs beteiligt. 

ASP: Krisenhandbuch zum Download

Ein großes Problem bei einem länger andauernden ASP-Geschehen ist die Verbringung von Schweinen – sei es innerhalb der Restriktionsgebiete, aus den Gebieten heraus oder auch in die Gebiete hinein. Hierzu gibt es konkrete Hinweise im Handbuch.

An der Erarbeitung waren Vertreter von Schlachthöfen, des Landvolks in Niedersachsen, der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, des Landkreises Vechta, die LWK Niedersachsen und ihr Schweinegesundheitsdienst, das LAVES und Tierärzte beteiligt.

Das Krisenhandbuch steht als Download auf der Homepage des LAVES zur Verfügung. Es wird laufend aktualisiert.

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen LAND & Forst-Ausgabe 11/19.

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