Schweinehälften im Schlachthaus
Christel Grommel | am

ASP: Öffnungsschritte für Drittlandsexporte erreicht

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat in intensiven Verhandlungen erreicht, dass einige Drittländer das sogenannte Regionalisierungskonzept akzeptieren.

Eine solche Vereinbarung ist kürzlich auch mit Vietnam gelungen: Deutschland kann ab sofort wieder frisches Schweinefleisch nach Vietnam exportieren.

Zudem hat das Ministerium Folgendes erreicht:

  • Nach intensiven, fachlichen Verhandlungen hat Singapur ebenfalls erst kürzlich einer Regionalisierung zugestimmt.
  • Zudem ist es gelungen, in Verhandlungen mit Brasilien, Argentinien, Südafrika und Südkorea Ausnahmen von der vollständigen Exportsperre für behandelte/verarbeitete Schweinefleischerzeugnisse oder Produkte vom Schwein zu erreichen.
  • Bereits zeitnah nach dem Erstnachweis der ASP bei Wildschweinen wurde erfolgreich verhandelt, dass Bosnien-Herzegowina und Kanada frisches Schweinefleisch von Betrieben aus ASP-freien Gebieten einführen.
  • Thailand hat als erstes positives Signal die für drei Monate befristete Exportsperre nicht verlängert. Damit ist der Export für einzelne Unternehmen, die bisher schon von Thailand zugelassen waren, wieder möglich. Das BMEL hat das offizielle Marktöffnungsverfahren eingeleitet.

Das BMEL steht weiter in Verhandlungen mit China. Auch unter Einbeziehung des Bundeskanzleramtes würden alle zur Verfügung stehenden Kontaktmöglichkeiten für die Regionalisierungsverhandlungen mit China genutzt.

Otte-Kinast: Konzept ist der richtige Weg

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin begrüßte dieses Ergebnis: "Das ist eine gute Nachricht für alle Schweine haltende Betriebe in Niedersachsen! Mein Dank geht an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, deren Haus diesen Erfolg nach intensiven Verhandlungen erzielt hat. Das Regionalisierungskonzept ist genau der richtige Weg – so kann Schweinefleisch aus ASP-freien Gebieten exportiert werden. Wichtig ist nun, dass insbesondere die Verhandlungen mit China mit Nachdruck weiterverfolgt werden!"

 

ISN: Schweinemarkt erholt sich

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) bewertet diese Entwicklungen als immens wichtig für den Markt. "Speziell der Durchbruch bei den Verhandlungen mit Vietnam zur Wiederöffnung des dortigen Marktes für deutsches Schweinefleisch ist als zentraler Richtungszeiger zu werten", so ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack.

Bei der ISN sieht man die lang ersehnte Erholung im Schweinemarkt kommen. In den meisten Regionen seien schlachtreife Tiere wieder gesucht, die VEZG-Notierung zog auf 1,40 Euro je kg Schlachtgewicht an. Man sei optimistisch, was die Preiserwartungen in den nächsten Wochen und Monaten angeht. Die Kurve zeige deutlich nach oben. 

Trotzdem seien aber die Schweinehalter von auskömmlichen Preisen noch weit entfernt. 

Mit Material von BMEL, ISN
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