Umzäunter Schweinebetrieb
Laura Schneider | am

ASP-Online-Tagung: Biosicherheit ist das Wort der Stunde

Im Kampf gegen ASP ist Biosicherheit ein wichtiges Thema. Diese Faktoren sollten Sie als Schweinehalter besonders im Blick haben.

Mit dem ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland rückt das Thema Biosicherheit weiter in den Fokus. Auch bei der Online-Tagung zur Veröffentlichung der ASP-Risikoampel Schweiz stand das Thema im Mittelpunkt.

Redner waren unter anderem Dr. Maria Gellermann von der Universität Vechta und Dr. Stefanie Klausmann vom Schweinegesundheitsdienst des Schweizer Dienstleistungszentrums für Schweineproduktion SUISAG. Beide waren an der Entwicklung der Risikoampel Schweiz beteiligt.

Risikofaktoren

Die Hauptrisikofaktoren für einen ASP-Eintrag in Betriebe sind laut Klausmann:

  • Kontakt mit Wildschweinen,
  • Eintrag durch Menschen (Fernfahrer, Tourismus, Mitarbeiter aus ASP-Gebieten, Jäger),
  • Futter und Einstreu (Import aus ASP-Gebieten, Wildschweinkontakt bei Lagerung und Transport)
  • und Kadaverlagerung.

Wichtig seien hier dichte, abgeschlossene und möglichst kühlbare Behälter, eine zeitnahe Entsorgung und die Reinigung und Desinfektion von Behälter, Kleidung und Schuhwerk.

Den Betrieb abschirmen

Klausmann schildert zwei wichtige Voraussetzungen, um einen ASP-Eintrag zu verhindern. Einer ist die Abschirmung des Betriebsgeländes vor Tieren und Menschen, die Erreger eintragen könnten. Das gesamte Gelände sollte deshalb sicher und durchgängig umzäunt sein.

Wissen zu ASP vermitteln

Als zweiten Punkt nannte Klausmann das Wissen zu ASP: Sie rief die Schweinehalter auf, Mitarbeiter und Betriebsbesucher zu schulen und sie über die Biosicherheitsmaßnahmen zu informieren.

Wichtig sei aber auch, ihnen die Gründe für die Maßnahmen zu erklären. Wissen und Verständnis seien die Voraussetzung dafür, dass die Schritte auch eingehalten werden.

ASP-Schutz geht alle an

Gellermann hob hervor, dass beim ASP-Schutz alle gefragt sind, von Transporteuren über Händler, Jäger, Tierärzte bis zu Landwirten, unabhängig von der Betriebsgröße.

„Wirksame Biosicherheitsmaßnahmen lassen sich in Betrieben jeder Größe umsetzen“, betonte sie.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 39/2020 und in der digitalen Ausgabe

Inhalte der Ausgabe

  • Agrarpolitik: Verbände äußern sich zum Niedersächsischen Weg
  • Tierhaltung: Ferkelerzeuger-Mäster-Ehe: Gemeinsam die Krise meistern
  • Betrieb: Lohnt die eigene Getreidelagerung?
  • Geld und Recht: Bei der Betriebsübertragung ungewollte Aufgabe vermeiden
  • Pflanzenbau: Düngen von Zwischenfrüchten
  • Leben auf dem Land: Wie gefährlich ist Nitrat im Trinkwasser?

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