Wildschweine am Waldrand
Anne-Maria Revermann | am

ASP: Polens Armee soll Wildschweine abschießen dürfen

Im Kampf gegen ASP will Polen seiner Armee und Polizei den Abschuss von Wildschweinen erlauben.

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) will Polen seiner Armee und Polizei den Abschuss von Wildschweinen erlauben. Eine entsprechende Gesetzesänderung werde er bald ins Parlament einbringen, sagte Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski am Mittwoch dem Radiosender Jedynka.

Polen habe ein großes Problem seit dem jüngsten  Ausbruch der Schweinepest im Westen das Landes. "Ohne Abschuss schaffen wir es nicht." Derzeit gebe es aber keine Regelungen für den Einsatz der Armee für diese Aufgabe, auch sei der Abschuss von Wildschweinen durch die Polizei nicht vorgesehen.

 

Neben Polizei und Armee auch Jäger verpflichtet

Den Angaben des Ministers zufolge soll die Gesetzesänderung auch die Jäger verpflichten, sich in von der Seuche betroffenen Gebieten am Abschuss des Schwarzwilds zu beteiligen. Am Dienstag hatten mehrere hundert Schweinehalter vor der Niederlassung des Jagdverbandes in Warschau protestiert, weil sich die Jäger aus ihrer Sicht zu wenig am Schwarzwild-Abschuss beteiligen.

Der Sprecher des Deutschen Jagdverbands, Torsten Reinwald, sieht den von Polen geplanten Einsatz von Polizei und Armee kritisch. "Polizisten und Soldaten sind nicht dafür ausgebildet, Wildschweine abzuschießen. Sie haben auch nicht die entsprechenden Waffen und die
Munition dafür." Ein zusätzliches Training der Uniformierten sei dafür nötig.

Infizierte Wildschein-Kadaver

Seit Mitte November sind in der westpolnischen Woiwodschaft Lebus mehrere Dutzende mit dem Virus infizierte Wildschwein-Kadaver gefunden worden. In der vergangenen Woche wurde der Erreger bei einem toten Wildschwein in der Nähe von Nowogrod Bobrzanski in festgestellt. Der Ort liegt rund 40 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.

Zuletzt tauchte der Erreger bei einem Wildschwein in der Woiwodschaft Großpolen auf, rund 70 Kilometer von Posen (Poznan) entfernt. Dieser Fall verstärkte die Sorge der polnischen Behörden, da in dieser Region 3,5 Millionen Hausschweine gehalten werden.

Mit Material von dpa

Inhalte der Ausgabe

  • Agrarpolitik: Klöckner fordert bessere Tierhaltung
  • Betrieb: Initiative Tierwohl - Anmeldung für die dritte Runde
  • Technik: Gut abwägen - Gründe für den Traktorkauf
  • Tierhaltung: Vorgaben für den Sauen-Deckstall
  • Pflanzenbau: Silphieanbau als Biotopvernetzung
  • Leben auf dem Land: Borreliose als Berufskrankheit

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✔ Mehrleser-Funktion

✔ Artikel merken und teilen

✔ exklusiv: Audio und Video

✔ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✔ 3 Endgeräte
✔ Merkliste
✔ Audio und Video
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Agrarpolitik: Klöckner fordert bessere Tierhaltung
  • Betrieb: Initiative Tierwohl - Anmeldung für die dritte Runde
  • Technik: Gut abwägen - Gründe für den Traktorkauf
  • Tierhaltung: Vorgaben für den Sauen-Deckstall
  • Pflanzenbau: Silphieanbau als Biotopvernetzung
  • Leben auf dem Land: Borreliose als Berufskrankheit

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen