Präsident des Friedrich-Loeffler-Institus hält eine Karte hoch

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Christel Grommel | am

ASP: Risiko weiterhin hoch

Der Präsident des Friedrich-Loeffler Instituts stuft das Seuchenrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der aktuellen Corona-Situation weiterhin als unvermindert hoch ein.

FLI-Präsident Mettenleiter appelliert daher an die Tierhalter, Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten.

Auch während des derzeitigen Corona-Geschehens sei der notwendige Schutz vor der ASP wichtig: "Die ASP ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die bei einem Auftreten in Deutschland mit allen notwendigen Maßnahmen rasch bekämpft werden muss, ungeachtet des derzeitigen Pandemiegeschehens mit SARS-CoV-2".

Die Tierhalter müssten die Schweinehaltungshygieneverordnung strikt einhalten, denn das Risiko einer Einschleppung der ASP sei unvermindert hoch.

Der FLI-Präsident sieht in Tschechien ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche ASP-Bekämpfung. Wichtig sei es, dass ein Eintrag schnell erkannt und konsequent darauf reagiert werde: "Früherkennung ist das A und O", betonte Mettenleiter. Daher müssten die Untersuchungen von tot aufgefundenen Wildschweinen prioritär weitergeführt und der Fund von verendetem Schwarzwild angezeigt werden.

Den Gesundheits- und Hygienestatus in der heimischen Nutztierhaltung stuft der Wissenschaftler als nach wie vor gut ein. Einen entscheidenden Einfluss auf den Hygienestatus eines Bestandes misst er dem Management zu, und zwar unabhängig von der Bestandsgröße.

ISN teilt Meinung des FLI

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) teilt die Ansicht Mettenleiters. Auch in Corona-Zeiten dürfe man das Risiko einer Einschleppung der ASP nicht aus dem Blick verlieren. Daher weise das FLI richtigerweise auf unvermindert hohe Wachsamkeit sowie strikte Einhaltung der Biosicherheit hin. Diese seien weiterhin mit höchster Konsequenz umzusetzen.

Aber auch auf Ebene der Bundesländer dürfe man bei den Aktivitäten zur Seuchenvorsorge und der Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall nicht nachlassen. Ein positives Beispiel dazu sei Nordrhein-Westfalen mit der Gründung einer Wildtierseuchen-Vorsorgegesellschaft, die im Krisenfall schnell und effektiv handele. Dazu seien in Niedersachsen inzwischen ebenfalls Vorbereitungen angelaufen. 

Diesem Beispiel sollten laut ISN auch andere Bundesländer folgen, denn in ganz Deutschland sei schnelles, konsequentes und koordiniertes Handeln im Ernstfall entscheidend. 

Mit Material von ISN

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