Elektrozaun in Brandenburg zur Eindämmung der ASP

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Christel Grommel | am

ASP: Steigender Seuchendruck

Der Seuchendruck bleibt weiter hoch: Der Bundesrat hat ein Förderprogramm gegen die Ausbreitung der ASP gefordert, in Mecklenburg-Vorpommern wird ein weiterer Schutzzaun gebaut.

Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unterstützt die Forderung des Bundesrates. In dem Entschließungsantrag wird die Bundesregierung u.a. aufgefordert, durch Absprachen mit Polen die Seuche zu stoppen.

"Sollte die ASP in Hausschweinbestände eingreifen, so hätte das fatale Folgen für die gesamte Nutztierhaltung insbesondere im Nordwesten Niedersachsens", so der Vorsitzende des AEF, Sven Guericke. "Allein für den Wirtschaftsraum Oldenburger Münsterland mit seiner durchgängigen Wertschöpfungskette würde dies nicht nur für die Schweinehalter weitere ökonomische Einschnitte bedeuten, sondern auch für vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche."

Ein einziger Ausbruch in der Region könne die gesamte Branche zum Erliegen bringen, Betriebe für immer schließen. Guericke mahnte an, dass Deutschland und Polen endlich von den erfolgreich gegen die ASP agierenden Ländern, wie Tschechien und Belgien, lernen müssten. Dort habe man mit einer konzertierten Bejagungsstrategie, mit der Einrichtung von Kompartimenten und mit umfassenden Monitoring-Maßnahmen die ASP bewältigen können.

Es müssten zudem zwingend Lösungen für die Freilandhaltung von Bio-Schweinen unter Seuchenbedingungen gefunden werden.

Mecklenburg-Vorpommern baut weiteren Zaun

In Mecklenburg-Vorpommern liegen die nächsten Nachweise nur 35 Kilometer Luftlinie von der Landesgrenze entfernt. Angesichts des hohen Risikos für eine Einschleppung soll ein ein zweiter Zaun entlang der Grenze zu Polen das Einwandern von potenziell infizierten Wildschweinen verhindern.

Hierfür wird im Landkreis Vorpommern-Greifswald südlich der Bundesautobahn 11 und über eine Gesamtstrecke von 2,5 Kilometer ein weiterer Zaun mit Anschluss an den brandenburgischen ASP-Schutzkorridor errichtet.

"Mit diesem zweiten Zaun bilden wir quasi einen Riegel. Der soll möglichst frei von Wildschweinen werden. So wollen wir an dieser Stelle die Gefahr der ASP-Einschleppung über wandernde Wildschweine auf ein Minimum verringern", so Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Der Bau kann möglicherweise schon im August beginnen. 

Mit Material von AHO, AEF
Ein Wildschwein wühlt im Boden

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