Ein Keiler auf einer Lichtung.
Ellen Hartmann | am

ASP: Urlauber sollten auf der Hut sein

Bald beginnen bei uns in Niedersachsen die Ferien und die Urlaunssaison startet. Doch das Landvolk Niedersachsen warnt Reisende jetzt davor, auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) zu achten und weiter vorsichtig zu sein.

Die ASP ist auch in Deutschland weiter auf dem Vormarsch und sollte nicht vernachlässig werden. "Auf Reisen helfen schon einfache Maßnahmen, um die Ausbreitung zu verhindern", so Georg Meiners, Vorsitzender des Tierseuchenausschusses im Landvolk Niedersachsen

Zweiter Zaun soll vor ASP schützen

Obwohl es in Deutschland seit Beginn des Jahres kein krankes Hausschwein gegeben hat, sei Vorsicht geboten. Denn mehr als 1.500 Wildschweine hätten sich bisher mit dem Virus angesteckt. Gerade in Polen steige der Seuchendruck weiter an, so das Landvolk. Aus diesem Grund haben sich die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg auch für eine Festzaun an der deutsch-polnischen Grenze entschieden. Der Zaun reicht nun von Usedom in der Ostsee bis nach Görlitz in Sachsen. Nun soll noch ein zweiter Zaun gebaut werden, um die Schutzwirkung des ASP-Zauns zu verstärken. 

Was können Urlauber tun?

Aber was können die Urlauber zu Eindämmung der Seuche tun? Ganz einfach: Besonders an Parkplätzen und Raststätten sollten Reisende keinen Müll oder Lebensmittel hinterlassen. "Reisende sollten kein Essen unsachgemäß entsorgen, besonders auf Wanderungen durch die Natur, denn durch kontaminierte Salamibrote und dergleichen können sich Wildschweine schnell infizieren", rät Meiners. Das Virus ist nämlich langlebig und kann sich über Kleidung und Gegenstände verbreiten.

Für Schweine ist die ASP fast immer tödlich.

Zusätzlich hat das Virus nicht nur für die Tiere schwerwiegende Folgen, sondern auch für die landwirtschaftliche Schweinehaltung und -vermarktung. Auch seien derzeit Saisonarbeitskräfte dazu angewiesen worden, keine Lebensmittel aus Regionen, in denen die ASP schon im Hausschweinebestand festgestellt wurde, nach Deutschland mitzubringen. Doch auch, wer derzeit eine Auslandsreise - insbesondere eine Jagdreise - plane, sollte sich vorher über den Tierseuchenstatus informieren, falls es Kontakt zu Wild- oder Hausschweinen geben könnte, rät das Landvolk. 

Mit Material von LPD
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