Eine Tierärztin nimmt eine Probe eines Wildschweins, um zu prüfen, ob es mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert ist

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Anne-Maria Revermann | am

ASP: Zaunbau an deutsch-polnischer Grenze kommt voran

In Brandenburg wurden vergangene Woche weitere Wildschweine mit ASP gefunden. Doch der Bau des Wildschutzzauns kommt unterdessen gut voran.

In Brandenburg werden immer mehr Wildschweine tot aufgefunden, die mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert waren. Mittlerweile sind 91 ASP-Fälle bestätigt. Alle Kadaver wurden in den bisherigen Kernzonen gefunden; die meisten ASP-Wildschweine (72 Tiere) wurden im Landkreis Oder-Spree entdeckt.

Unterdessen kommt der Bau eines Wildschutzzauns in Mecklenburg-Vorpommern entlang der deutsch-polnischen Grenze gut voran. Wie Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus mitteilte, ist seit Baubeginn im Juli rund die Hälfte der Gesamtstrecke von 62,5 km fertiggestellt worden.

 

Zaunbau: Optische Beeinträchtigungen am Strand

Nach Angaben von Backhaus stelle der Abschnitt am Strand auf einer Länge von rund 80 m Metern eine Herausforderung dar. "Wir brauchen eine Lösung die eine möglichst geringfügige optische Beeinträchtigung dieses beliebten Strandabschnitts darstellt und den Besucherverkehr so wenig wie möglich einschränkt“, erklärte er.

Dies werde durch Tore erreicht, welche Personen und Rettungsfahrzeugen die Passage ermögliche. Für Backhaus stehe fest, dass auch dieser Abschnitt für das Schwarzwild geschlossen werden muss. So würde es den Wildschweinen deutlich schwerer gemacht, von Polen nach Mecklenburg-Vorpommern zu wechseln und das in Polen grassierende Virus einzuschleppen.

Ein Wildschwein wühlt im Boden

Vier weitere Unternehmen beauftragt

Damit der Zaun bis Ende November fertiggestellt werden könne, seien vier Unternehmen mit dem weiteren Bau beauftragt worden, der bisher von Mitarbeitern der Landesforstanstalt errichtet worden sei.

Zudem müsse diese Barriere auch ständig überwacht und instandgehalten werden; ein Mitarbeiter müsse für den tierschutzkonformen Betrieb stetig verfügbar sein, falls Tiere hier verunfallten. Backhaus rief mit Blick auf die ASP-Bekämpfung in Brandenburg zur Geschlossenheit auf. Eine solche Tierseuche lasse sich nur erfolgreich bekämpfen, wenn alle zusammenarbeiten und die notwendigen Maßnahmen unterstützen würden.

Mit Material von AgE

ASP: Größtes Ausbreitungsrisiko ist der Mensch

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