Wolf im Wald
Christel Grommel | am

Bauernverband kritisiert steigende Zahl von Wolfsangriffen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht die steigende Zahl der Wolfsrisse als "Alarmsignal".

"Die Zahl der bei Wolfsangriffen getöteten und verletzten Weidetiere nimmt weiter dramatisch und exponentiell zu, 2019 erneut um 40 Prozent", sagte DBV-Generelsekretär Bernhard Krüsken.

2019 wurden bei 887 Wolfsübergriffen 2.894 Nutztiere verwundet oder getötet. Darunter waren mehr als 2.500 Schafe und Ziegen, aber auch Rinder und Pferde. Das gab die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) an.

"Es ist nicht akzeptabel, dass diese vorhersehbare Entwicklung von Seiten des Naturschutzes mit Achselzucken hingenommen wird", kritisierte Krüsken. Er forderte einen Einstieg in die "ernsthafte Bestandsregulierung beim Wolf".

Krüsken hatte auch Kritik am DBBW-Schadensbericht. Laut Krüsken versuche dieser, die Verantwortung für die Wolfsrisse allein den Weidetierhaltern zuzuschreiben. Deren Schutzbemühungen würden als unzulänglich beschrieben. "Hier werden Ursache und Wirkung verdreht. In der Praxis sehen wir einen Wettlauf zwischen Wölfen und Schutzmaßnahmen."

Mit Material von dpa

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