Ferkelkastration, Narkose mit Isofluran vor der Kastration

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Anne-Maria Revermann | am

Betäubungslose Kastration: Verbot auch für importierte Ferkel

Das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration muss auch für Importe gelten. Andernfalls werde es zu weiteren Verzerrungen auf dem Schweinemarkt kommen, sagt das Landvolk Niedersachsen.

Für alle müssen die gleichen Bedingungen gelten. "Alles andere wäre mehr als unfair", sagt das Landvolk Niedersachsen und fordert: Das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration muss auch für Importe gelten, um weitere Verzerrungen auf dem Schweinemarkt zu verhindern. Denn andernfalls würde viele deutsche Ferkelerzeuger diesen Betriebszweig aufgeben.

"Es wird Zeit verschenkt"

Das Landvolk zeigt außerdem Unverständnis darüber, dass QS die von der Politik im Jahr 2018 gewährte zweijährige Verlängerung der Übergangszeit hat ungenutzt verstreichen lassen, anstatt die Leitfäden an die in Deutschland geltenden gesetzlichen Vorschriften anzupassen.

Dass eine eigens dafür im September 2020 gegründete Strategische Arbeitsgruppe nun noch einmal mehrere Monate benötigt, um ein erstes Treffen zu organisieren, stößt ebenfalls auf kein Verständis.

Woher kommen die Ferkel?

QS verlangt von den deutschen Ferkelerzeugern den gesetzlichen Standard, lässt aber weiterhin zu, dass dieser bei Importen bewusst unterlaufen werden kann. Dieses Vorgehen könne man niemandem erklären. Erst recht nicht dem Verbraucher, der nicht erkennen könne, ob das Ferkel aus Deutschland, Holland oder Dänemark komme.

Letztendlich führe all dies dazu, dass deutsche Ferkelerzeuger teurer produzieren, vom Markt verdrängt und aufgeben werden, sollte dem Unterlaufen des QS-Standards nicht Einhalt geboten werden.

Mit Material von LPD
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