Weide mit Pferden in Niedersachsen

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Christel Grommel | am

Bundestagspetition abgelehnt: Kein schnelleres Wolfsmanagement

Der Petitionsausschuss des Bundestags hielt weitere Maßnahmen gegen die Verbreitung des Wolfs für nicht notwendig. Die niedersächsische Eingabe wurde gestern (12. Januar) abgelehnt.

Betreiber eines Pferdehofs hatten in der Petition gefordert, den Wolf und seine Hybride ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Außerdem wollten diese den schnelleren Abschuss von Wölfen erreichen, die Weidetiere gerissen oder angegriffen haben.

Die Umsetzung dieser Forderungen hätten Weidetierhalter gegen die unkontrollierte Verbreitung des Wolfes, die in Niedersachsen zu beobachten sei, unterstützen sollen. Nach Ansicht der Pferdehofbetreiber sei eine artgerechte Pferdehaltung beziehungsweise die Nutztierhaltung auf der Weide in der aktuellen Situation nicht möglich.

Laut einer Meldung des Bundestages stimmten SPD, Grüne, FDP und Linke gegen eine Überweisung der Petition an die Bundesregierung. In der Begründung der Ausschussmitglieder wurde das Europarecht angeführt, das den Schutz des Wolfes vorschreibe. Das würde auch nach einer Änderung des Bundesjagdgesetzes unverändert bestehen bleiben. 

CDU fordert effizientes Wolfsmanagement

CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Frank Schmädeke bedauerte diese Entscheidung: "Die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht ist ein wichtiges Signal für die Weidetierhalter nicht nur in Niedersachsen."

Der Wolf habe sich in der niedersächsischen Kulturlandschaft bereits exponentiell ausgebreitet und gefährde inzwischen existenziell wichtige landwirtschaftliche und ökologische Bereiche wie die Schäferei, die auch eine wichtige Rolle bei Deichschutz und Hochwasservorsorge innehabe, gab die CDU-Fraktion in einer Pressemitteilung an. Auch "weltweit angesehene Pferdezuchtbetriebe" in Niedersachsen seien betroffen.

Die Fraktion forderte, dass der Wolf einem "vernünftigen Management durch den Menschen" zugeführt werden müsse. 

Schmädeke, Agrar- und Umweltexperte, erwarte, "dass sich die zuständige Bundesumweltministerin Steffi Lemke gewissenhaft dieses Themas annimmt und sich gemeinsam mit ihrem niedersächsischen Kollegen Olaf Lies in Berlin für ein effizientes Wolfsmanagement stark macht".

Mit Material von CDU-Fraktion Niedersachsen, Bundestag
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