Eingang Schlachthof Groenlo mit geschlossenem Tor
Christel Grommel | am

Corona-Ausbruch in Schlachthof nahe deutscher Grenze

Schon wieder fällt ein Schlachthof in Zusammenhang mit Corona negativ auf, dieses Mal im niederländischen Groenlo nahe der deutschen Grenze. 147 Mitarbeiter sind infiziert.

Der Fall in den Niederlanden hat größere Ausmaße als bisher angenommen. Viele der Mitarbeiter leben in Deutschland, sie wurden täglich mit Kleinbussen zur Fabrik über die Grenze gebracht. Das ist bei 79 der 147 infizierten Mitarbeiter der Fall. 

Der Schlachthof sei nun stillgelegt, sagte ein Sprecher der Kommune. Die Behörden der östlichen Provinz Gelderland kündigten vorbeugende Tests auch bei anderen Schlachthöfen der Region an.

Zunächst waren 45 Mitarbeiter positiv getestet worden. Daraufhin testete man alle Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt der Schlachthof 657 Mitarbeiter, von denen 30 noch nicht getestet werden konnten.

Wieder Unterbringung in der Kritik

In Deutschland müssen nun die örtlichen Behörden dafür sorgen, dass die verhängte Quarantäne eingehalten wird. Bereits am Freitag hatten die Behörden für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet, nachdem bei 45 Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden waren. Zuvor waren bereits in anderen Niederlassungen der Vion-Gruppe auch in Deutschland Dutzende von Mitarbeitern infiziert worden.

Wieder geriet die Wohnsituation der Mitarbeiter, vor allem derer aus dem Ausland, ins Visier. Die Gewerkschaft FNV machte die Unterbringung für die Verbreitung des Virus verantwortlich. Die Gemeinde forderte Vion und die Zeitarbeitsfirmen dringend auf, die Unterbringung der Arbeiter menschenwürdig zu gestalten, so dass alle betroffenen Mitarbeiter sicher in Quarantäne bleiben könnten.

Das Unternehmen indes reagierte geschockt und gab an, "die Gesundheit und Sicherheit all unserer Mitarbeiter" habe "oberste Priorität".

Mit Material von dpa

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