Tierhälften im Schlachthof
Christel Grommel | am

Corona-Lage bei deutschen Fleischverarbeitern ruhig

In Deutschland gab es in der vergangenen Woche keine größeren Corona-Infektionen von Mitarbeitern in Fleischbetrieben. In Dänemark und Belgien gab es dagegen Einschränkungen aufgrund von Infektionen.

Beim Putenschlachtunternehmen Heidemark in Großenkneten wurden bei den regelmäßigen Tests vergangene Woche weitere sieben Infektionen festgestellt; etwa 270 Beschäftigte sollen sich in Quarantäne befinden. Die Produktion konnte fortgesetzt werden, mit entsprechend angepassten Bedingungen.

Bei Tönnies wird wieder im Zweischichtsystem gearbeitet. Laut Unternehmensangaben konnten damit mehr als 15.000 Schweine am Tag geschlachtet werden. Das sind etwa zwei Drittel im Vergleich zur der Zeit vor der Corona-Schließung. 

In Bayern ergaben Reihentests nur eine Corona-Infektion, getestet wurden 5.706 Personen in 33 Betrieben. Die infizierte Person habe sich laut LGL vermutlich nicht bei der Arbeit angesteckt.

Infektionen in Nachbarländern

Der Corona-Ausbruch vorvergangener Woche in der Schlachtstätte Ringsted hatte für den Schlachtkonzern Danish Crown weitere Konsequenzen. Nachdem der Betrieb zuvor bereits eingeschränkt worden war, schloss das Unternehmen den Standort auf behördliche Anordnung am vergangenen Montag (10.8.) vorerst für eine Woche ganz. Die Zeit sollte unter anderem genutzt werden, um die Infektionsketten nachzuverfolgen. Knapp 150 von 600 Mitarbeitern waren infiziert.

Mit Danpo war ein weiterer großer Fleischverarbeiter in Dänemark betroffen. Laut Firmenangaben wurde vorige Woche die Corona-Infektion bei einem Mitarbeiter am Standort im jütländischen Aars bestätigt, wo jährlich rund 50 Millionen Hähnchen geschlachtet und verarbeitet werden. Nachdem zwischenzeitlich ein weiterer Fall bekannt wurde, kamen mindestens 21 Mitarbeiter in häusliche Quarantäne.

Der Schweinefleischanbieter Westvlees im westflämischen Staden durfte vergangene Woche weiter produzieren, obwohl dort bis zum 11. August insgesamt 74 Mitarbeiter positiv getestet worden waren. 225 Mitarbeiter des Betriebs standen zuletzt unter Quarantäne. Geschlossen wurde nur die Zerlegeabteilung, weil in den anderen Bereichen bislang keine Covid 19-Infektionen festgestellt worden seien. Zudem habe Westvlees laut Bürgermeister präventive Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Virus ergriffen.

Mit Material von AgE

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