Fleischregal im Aldi
Christel Grommel | am

DBV für Preiswerbeverbot bei Fleisch

Beim Deutschen Bauernverband (DBV) ist man offen für das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ins Spiel gebrachte Preiswerbeverbot für Fleisch.

"Es ist richtig, Wert und Wertschätzung für Lebensmittel über eine solche Initiative zu erhöhen", erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied. 

Er betonte weiter, dass am Ende aus einem solchen Verbot für Lockvogelangebote aber auch ein höherer Erzeugerpreis für den Landwirt resultieren müsse. Rukwied zeigte sich verärgert, dass der Preiskampf im Einzelhandel immer wieder über Lebensmittel ausgetragen werde. Dumpingangebote für Lebensmittel dürften nicht genutzt werden, um Verbraucher ins Geschäft zu locken. 

Ein generelles Aktionsverbot für Lebensmittel sieht der DBV-Präsident jedoch skeptisch. Bei einem akuten Überangebot an saisonalem Obst oder Gemüse seien Verkaufsaktionen zum Abverkauf sinnvoll. 

Auch Elisabeth Waizenegger aus dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) findet es richtig, dass Landwirtschaftsministerin Klöckner Lockangebote für Billigfleisch verbieten lassen will. Aber genauso notwendig sei es, dies auch für Milchprodukte und für alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse einzufordern. "Wir produzieren keine Rohstoffe, sondern Lebensmittel, und wir Bäuerinnen und Bauern wollen dafür existenzsichernde Preise erhalten", unterstrich sie. Die Abkehr vom "Billigsystem" Fleisch, Milch oder Getreide ist aus ihrer Sicht Grundlage dafür, den gesellschaftlichen und bäuerlichen Anforderungen für mehr Klimaschutz, Biodiversität und Tierwohl nachkommen zu können. 

Mit Material von AgE

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