ebersperma aus Deutschland begehrt: Schweine im Stall

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Christel Grommel | am

Deutsches Ebersperma ist im Export begehrt

Für das Geschäft mit Ebersperma gelten in Deutschland hohe Hygienestandards und Qualitätsansprüche. Das macht es im Ausland begehrt.

Das Geschäft mit Schweinesperma erfolgt auf hohem Niveau, was Technik und Hygiene angeht. Und es wird immer internationaler. 

Die Besamungsunion Schwein mit Sitz in in Stuttgart beliefert Kunden in Polen und Tschechien, rund 14.000 Tuben je Monat. Weitere Anbieter setzen auf Abnehmer aus Spanien und Italien, aber auch Osteuropa wie Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Von 1,6 Millionen Spermaportionen im vergangenen Jahr sei knapp ein Zehntel exportiert worden, so die Bundes Hybrid Zuchtprogramm (BHZP) GmbH aus dem Kreis Lüneburg. Auch Die Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung (GFS) exportiert rund zehn Prozent. 

Die Qualität zählt

Dass das deutsche Ebersperma ein Exportschlager ist, hat mehrere Gründe. Deutsche Genetik ist wegen ihrer hohen
Qualität weltweit gefragt. Züchter legen hier Wert auf Merkmale wie das Sozialverhalten der Tiere, weniger Verluste oder auch eine Verbesserung von Qualitätskriterien wie mehr Fett im Fleisch.

Alle Anbieter betonen auch die hohen Standards bezüglich der Biosicherheit und der genetischen Qualität der Eber. Immer wieder
werde an Verbesserungen geforscht. "Was Sperma angeht, ist "Made in Germany" immer noch ein Werbeargument", sagt Raffael Wesoly von der Besamungsunion Schwein.

 

Nachfrage im Inland sinkt

In Osteuropa ist die Nachfrage hoch, weil die Afrikanische Schweinepest (ASP) dort gewütet und den Hausschweinbestand verkleinert hat. 

Die Ausdehnung des Auslandsgeschäftes folge auch einer sinkenden Nachfrage hierzulande, so BHZP-Geschäftsführer Stephan Welp. "Gerade die Umsetzung der neuen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung wird viele Betriebe zur Aufgabe zwingen", prognostiziert Welp und geht von Rückgängen von fünf bis zehn Prozent im Inland aus. Die Zahl schweinehaltender Betriebe ist im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt auf 20.500 gesunken - und damit seit 2019 um 3,3 Prozent oder rund 700 Betriebe.

Mit Material von dpa

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