Schafhalter fordern Regulierung des Wolfs - Schäfer in seinem Stall
Christel Grommel | am

"Echte Fakten über Wölfe" - Schafhalter fordern Regulierung

Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung präsentiert in einem Film Fakten über Wölfe und verlangt nach einer Regulierung. "Der Film wird für rege Diskussionen sorgen", verspricht der Vorsitzende Wendelin Schmücker.

Pünktlich zur Umweltministerkonferenz präsentiert der Förderverein seinen Film "Echte Fakten über Wölfe". Dieser beschäftigt sich mit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland. Hier entsteht ein Konflikt: Teile der Gesellschaft begrüßen die Rückkehr, Weidetierhalter und Landbevölkerung stellt sie aber vor immer größere Probleme.

Mit der Dokumentation "Echte Fakten über Wölfe" will der Förderverein der Deutschen Schafhaltung jetzt für Aufklärung sorgen. Der Verein will der Verklärung erlebte Fakten entgegensetzen sowie die Einschätzung der Wolfsexperten. 

"Die Debatte über ein echtes und effektives Wolfsmanagement in Deutschland ist längst überfällig", betont Wendelin Schmücker.

Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung nur mit Regulierung

Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft in Deutschland nur funktionieren, wenn die Bestände der Wölfe reguliert und seiner unbeschränkten Ausbreitung in Deutschland Grenzen gesetzt werden, fordert Schmücker gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten des Landvolk Jörn Ehlers für alle betroffenen Weidetierhalter. "Anderenfalls ist die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern auf der Weide in Frage gestellt", betont Jörn Ehlers als Sprecher des "Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement".

Schmücker kritisiert die Annahme, dass man Wölfe mit Schutzbarrieren abhalten könne. Dem setzt er entgegen, dass Wolfsgehege mit mehr als drei Meter hohen Zäunen abgesichert plus Überhang abgesichert sein müssten. Frankreich habe den passiven Herdenschutz für gescheitert erklärt, aber Deutschland verlange immer noch ein hoffnungsloses Wettrüsten von den Tierhaltern. 

Schäfer fordern Untergrenze

"Allein in den Bundesländern Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen leben schon jetzt in jedem Bundesland mehr Wölfe leben als in Schweden, wo längst eine Untergrenze eingeführt wurde", bemängelt Schmücker.

Die Tierhalter wollen sich an dem in Schweden angewandten Prinzip orientieren. "Auf das etwas kleinere und dichter besiedelte Deutschland bezogen wären das etwa 250 Wölfe, die in Naturparks sowie auf Tagebaukippen und Truppenübungsplätzen ihr Zuhause finden könnten", argumentieren Schmücker und Ehlers. Sie sprechen sich für ausgedehnte wolfsfreie Zonen aus.

Mit Material von LPD
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