Edeka will will Mindestpreise für Schweinefleisch garantieren

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Christel Grommel | am

Auch Edeka will Schweinehaltern Mindestpreise garantieren

Nach Rewe haben nun auch die Edeka Nord und Südwest ihre Unterstützung für die vom Preisverfall betroffenen Schweinehalter bekräftigt.

"Aufgrund der schwierigen Marktsituation und dem damit einhergehenden Preisverfall für Mastschweine und Ferkel haben wir uns entschlossen, die befristete Preisstützungsmaßnahme für die teilnehmenden Gutfleisch-Landwirte erneut einzuführen", teilt Edeka Nord mit.

Die Zusage gelte für die an die Fleischwerk Edeka Nord gelieferten Gutfleisch-Mastschweine. Für diese werde man einen Aufschlag zur aktuellen Schlachtschweinenotierung zahlen, zusätzlich zum ohnehin bestehenden Gutfleisch-Bonus.

"Damit möchten wir unseren Beitrag für die faire Partnerschaft mit unseren landwirtschaftlichen Partnerbetrieben leisten", betonte der Geschäftsführer des Fleischwerks von Edeka Nord, Stephan Weber.

Feste Abnahmemengen zugesichert

Auch die Schwesterorganisation im Südwesten versicherte, die Ende des vergangenen Jahres eingeführten Preisstützungsmaßnahmen fortzuführen. Es werde den Mästern ein Aufpreis garantiert, wenn die Notierung unter 1,40 Euro/kg liege, wobei diese einen Teil des Mehrerlöses an die Ferkelerzeuger des Programms weitergäben. Darüber hinaus würden durch beide Unternehmen feste Abnahmemengen garantiert, um den Landwirten Planungssicherheit zu bieten. Die Zusicherungen beziehen sich auf das Edeka-Markenfleischprogramm Gutfleisch. 

Die zuvor von der Rewe-Group gemachte Ankündigung, 95 % ihres konventionellen Sortiments an Schweinefrischfleisch auf deutsche Herkunft umzustellen und darüber hinaus die garantierten Mindestpreise für die Schweinehalter anzuheben, stieß auf positive Resonanz seitens des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Geschäftsführers der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).

Für den Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Martin Schulz, löst das Rewe-Vorhaben die Problematik im Billigpreissystem jedoch nicht und ist "allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein". Trotz bisheriger Mindestpreiszusagen der Handelskette seien die Schweinepreise nämlich auf einem extrem niedrigen und existenzbedrohenden Niveau.

Mit Material von AgE, fleischwirtschaft.de
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