Legehennen Freiland

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Christel Grommel | am

Eiererzeugung in Deutschland auf Wachstumskurs

Die deutsche Produktion von Eiern nimmt 2022 zu, Freiland- und Biohaltung haben den höchsten Zuwachs.

Obwohl die Probleme mit der Geflügelpest nicht abreißen wollen, wächst die Eiererzeugung in Deutschland. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Produktion in Betrieben mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen im ersten Halbjahr 2022 zu. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg diese um 182,5 Millionen Eier oder 2,8 % auf die neue Rekordmarke für eine erste Jahreshälfte von 6,67 Milliarden Stück. Der Legehennenbestand wuchs um gut 1,3 Millionen beziehungsweise 3,0 % auf 44,71 Millionen. Die Legeleistung lag allerdings mit durchschnittlich 25,1 Eiern je Tier und Monat im Betrachtungszeitraum leicht unter dem Vorjahresergebnis. Erstmals gab es 2022 auch mehr als 52 Millionen Haltungsplätze für Legehennen in Deutschland.

Freilandhaltung legt zu

Zum aktuellen Wachstum der Eiererzeugung trug laut den Statistikern die Freilandhaltung wesentlich bei. 2021 hatte diese aufgrund der Vogelgrippe einen spürbaren Dämpfer erlitten. 2022 erhöhten die Erzeuger ihre Kapazitäten wieder, um fast 20 %. Auch der Trend zur ökologischen Eiererzeugung setzt sich fort, die Bioproduzenten weiteten ihre Kapazitäten um mehr als ein Zehntel aus und hatten mit 6,29 Millionen Tieren auch 10 % mehr Hennen auf ihren Höfen: Dies bewirkte eine Zunahme der Bioeierproduktion von 9,7 % auf etwas mehr als 922 Millionen Stück. Tatsächlich gab es aber noch mehr Ökoeier, denn in der amtlichen Statistik sind nur größere Betriebe mit mehr als 3 000 Plätzen erfasst.

Bodenhaltung geht zurück

Die Bodenhaltung war mit einem Anteil von gut 60 % aller erzeugten Eier noch immer die dominierende Haltungsform in Deutschland. Aber die Produktion blieb mit 4,02 Milliarden Stück um 3,1 % unter dem Niveau der starken ersten Jahreshälfte 2021. In diesem Zeitraum hatte die Geflügelpest zur Verlagerung von der Freiland- zur Bodenhaltung geführt. Laut Destatis nahm die Zahl der Legehennen in Bodenhaltung gegenüber der Vorjahresperiode um 2,4 % auf 26,80 Millionen ab. Auch die Haltungsplätze verringerten sich um gut 2 %. Im Vergleich zum Jahr 2020, das noch weitgehend unbeeinflusst von der Geflügelpest war, sind jedoch Zuwächse bei den Kapazitäten und der Erzeugung der Bodenhaltungsbetriebe auszumachen.

Kontinuierlich weniger Käfighaltung

Weiter auf dem Rückzug war erneut die Haltung in Kleingruppen in ausgestalteten Käfigen, die 2025 ohnehin gänzlich auslaufen wird. Der Legehennenbestand dieser Produzenten ging gegenüber den ersten sechs Monaten 2021 um 6,4 % auf 2,19 Millionen Tiere zurück, die Eiererzeugung um 8,9 %. Der Anteil dieser Eier an der Gesamtproduktion lag damit zuletzt nur noch bei 4,9 %, während es die Freilandhaltung auf 21,0 % und die Bioeier auf 13,8 % brachten. Die meisten verbliebenen Betriebe dieser Haltungsform gibt es in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die für 2021 vorliegenden Daten der EU-Kommission zeigen, dass in Deutschland der Anteil der in ausgestalteten Käfigen gehaltenen Tiere mit damals noch 5,5 % deutlich unter dem Durchschnittwert aller Mitgliedstaaten von 44,9 % lag.

Mit Material von AgE
Pute in einem Stall

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