Ferkel
Christel Grommel | am

Einheitliche QS-Vorgaben für Ferkel gefordert

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) und das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) wollen identische QS-Vorgaben für deutsche und importierte Ferkel.

Die ISN rief auch mit Blick auf das geplante staatliche Tierwohlkennzeichen nach einer Gleichbehandlung heimischer und importierter Ferkel

Die einheitlichen Standards seien notwendig, damit die deutschen Ferkelerzeuger im Wettbewerb mit den europäischen Nachbarn bestehen könnten, erklärte der ISN-Vorsitzende Heinrich Dierkes. Damit stellte sich der ISN an die Seite des Deutschen Bauernverbands (DBV), der schon zuvor einheitliche QS-Regeln gefordert hatte. 

Bezüglich der Ferkelkastration bedeutet das Dierkes zufolge, dass nur unkastrierte oder mit den in Deutschland zugelassenen Verfahren kastrierte Importferkel Eingang in die Standards finden dürften. Dasselbe gelte im Hinblick auf die übrigen, teils massiv verschärften Haltungsvorgaben, etwa zum Platzangebot. 

Die Vorgaben für die staatliche Tierwohlkennzeichnung sind laut ISN-Einschätzung unklar. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) habe sich zwar zur Lokalanästhesie in Dänemark geäußert, nicht aber zur CO2-Narkose in den Niederlanden. Die ISN kündigte an, in ihrer Stellungnahme zum Entwurf der Tierwohlkennzeichnungsverordnung eine Klarstellung einzufordern. Zugleich wertete sie die Hürden, die für die Kennzeichnung bereits ab der ersten Stufe an die Tierhalter gestellt werden, als "riesig". Es müsse sich noch einiges tun, damit eine relevante Anzahl von Betrieben teilnehme. 

Auch AEF fordert Einheitlichkeit

Auch das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unterstützt die von deutschen Sauenhaltern nachdrücklich gestellte Forderung nach gleichen QS-Vorgaben für in- und ausländische Ferkel. Nur unkastrierte oder mit den in Deutschland zugelassenen Verfahren kastrierte Importferkel dürften Eingang in die Standards von QS finden, so der AEF-Vorsitzende Bartels. Andernfalls würde es zu einer erheblichen Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Ferkelerzeuger am Ferkelmarkt kommen. Ausländischen Betrieben stünden durchaus gesetzeskonforme Alternativen zur Betäubung zur Verfügung, wie Injektionsnarkose oder die Immunokastration oder Impfung mit Improvac.

Mit Material von AgE, AEF
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