Rinder fressen Silage

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Anne-Maria Revermann | am

Erlöse niedersächsischer Rindermäster stehen unter Druck

Höhere Kosten, geringere Schlachtzahlen und schlechtere Erzeugerpreise - die Erlöse von Rindermästern stehen unter Druck.

Niedersachsens Rindermäster stehen vor einigen Herausforderungen. Neben erhöhten Tierschutzauflagen würden deutlich höhere Kosten die Rindmäster belasten, das treffe insbesondere für die Grundfuttererzeugung zu, so der Vorsitzende des Rindfleischausschuss des Landvolkes Niedersachsen.

Hitze und Trockenheit haben sowohl auf dem Grünland wie auch im Maisanbau die Erträge geschmälert. Die Tierhalter haben teures Futter zukaufen müssen und zusätzlich ihre Tierbestände reduziert. Das daraus resultierende, höhere Angebot hat die Märkte belastet, so liegt die Preiskurve für Rindfleisch bereits seit zwei Jahren unter dem Vorjahresniveau und schmälert damit die Wirtschaftlichkeit dieses Tierhaltungszweiges zusätzlich.

Preise gedrückt

Seit fast einem Jahr drücken billige Edelstücke, wie Roastbeef aus Südamerika, auf die Erzeugerpreise der hiesigen Rindermäster. Auch die gesellschaftliche Forderung nach mehr Tierwohl betrifft die Rinderhalter. So wurde in Niedersachsen bereits vor drei Jahren im Rahmen des Tierschutzplanes die Tierschutzleitlinie für die Mastrinderhaltung verabschiedet.

Bundesweit haben die Rinderschlachtungen im vergangenen Jahr leicht abgenommen. Die Zahl der geschlachteten Tiere ging um 0,8 Prozent auf 3,4 Mio. Tiere zurück. Auf die Menge bezogen gab es sogar einen Rückgang um 0,9 Prozent auf 1,12 Mio. t Rindfleisch.

Geringere Erzeugerpreise

Trotz dieses schwächeren Angebotes gaben auch die Preise nach. So erhielten die Erzeuger für Jungbullen der Handelsklasse R3 im Jahresdurchschnitt 2019 rund 3,57 Euro je Kilogramm. Im Jahr zuvor lag der Erlös noch bei 3,82 Euro je Kilogramm.

Auch bei den Kühen, die zuletzt eher knapp angeboten wurden, lag der Erzeugerpreis mit durchschnittlich 2,80 Euro je Kilogramm rund 13 Cent je Kilogramm unter dem Wert für 2018.

Nicht nur in Deutschland, sondern EU-weit sinken die Tierzahlen der Rinderhalter, in Deutschland fiel das Minus mit 2,6 Prozent auf 11,64 Millionen Rinder bei der Viehzählung im Dezember 2019 gegenüber 2018 deutlich größer aus als in den anderen EU-Staaten.

Mit Material von LPD

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