Schafherde

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Janina Schuster | am

Erneut Prämie für Schaf- und Ziegenhalter in 2022

Auch im Jahr 2022 unterstützt das Land Niedersachsen wieder Schaf- und Ziegenhalter mit einer Prämie. Demnächst beginnt die Antragsphase. Die Zuwendung ist jedoch an Bedingungen geknüpft.

Mehrfach wiesen die niedersächsischen Schaf- und und Ziegenzuchtverbände auf die schlechte wirtschaftliche Situation der Betriebe hin. Das Land Niedersachsen reagierte mit Einführung der Prämie und honorierte damit auch die von den Schaf- und Ziegenhaltern geleistete Arbeit in der Landschaftspflege, Biodiversität, im Küstenschutz und dem Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft. All diese Punkte erfüllen die Schaf- und Ziegenhalter direkt oder indirekt mit ihrem Beruf. Das sieht auch Umweltminister Olaf Lies so: „Nachhaltiges Weidemanagement leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die extensive Schaf- und Ziegenbeweidung von Niedermoor- und Hochmoor-Standorten ermöglicht die Pflege feuchter und teilweise nasser Moorflächen. Dadurch werden diese Standorte erhalten und vor indirekter Entwässerung geschützt.“

Bedingungen für die Prämie

Die Haltung von Schafen oder Ziegen soll nun erneut gefördert werden. Das Land Niedersachsen zahlt eine Prämie von 33 Euro pro Tier. Das sind die Bedingungen:

 

  • Tiere müssen zum Stichtag 3. Januar über neun Monate alt sein (Nachweis der Tieranzahl über Bescheid der Niedersächsischen Tierseuchenkasse)
  • Herde muss mindestens zehn Schafe/Ziegen aufweisen
  • Die Tiere müssen vom 01. April bis 31. Oktober ununterbrochen im Betrieb gehalten und
  • Mindestens 120 Tage Zugang zu Weideflächen haben

 

Höchstgrenzen bei 200 Tieren

Zudem unterliegt die Regelung der sogenannten De-minimis-Regelung. Das bedeutet, dass die Obergrenze der Förderung bei Betrieben mit 200 Tieren erreicht ist. Daher müssen Antragstellende eine De-minimis-Erklärung ausfüllen. Die Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Auf deren Website können die notwendigen Auftragsunterlagen heruntergeladen werden. Die Anträge können ab dem 01. April gestellt werden. Die Frist endet am 31. Mai 2022. Voraussichtlich im Dezember 2022 erfolgt dann die Zuwendung. Diese wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Festbetragsfinanzierung zur Projektförderung gewährt. Innerhalb von drei Jahren können Betriebe maximal 20.000 Euro erhalten.

Betrieb muss nicht zwangsläufig in Niedersachsen sein

Die Prämie wurde 2021 ausgegeben. Dort lag als Bedingung vor, dass die antragstellenden Betriebe ihren Sitz in Niedersachsen haben mussten. Dieser Punkt wurde angepasst. Nun können auf Betriebe einen Antrag stellen, die außerhalb Niedersachsens beheimatet sind, ihre Tiere jedoch während des Haltungszeitraums nachweislich auf niedersächsischen Flächen gehalten haben und somit Beiträge zur Tierseuchenkasse Niedersachsen entrichtet haben.

Mit Material von Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
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